Wirtschaft

Welt-Index Die Lage ist besser als die Stimmung

Die politischen Risiken hängen wie ein Damoklesschwert über den Märkten: der von den USA ausgelöste internationale Handelskonflikt, der Brexit sowie die fragwürdige Wirtschafts- und Finanzpolitik der neuen Regierung in Italien.

Die Großwetterlage in der Weltwirtschaft hat herbstliche Töne angenommen: Die Tage sind häufig noch schön, hin und wieder verregnet - aber die Nächte werden zunehmend kälter. Dies klingt nach typischem wechselhaftem Herbstwetter. Genau dieses Wechselspiel der Temperaturen kann aktuell auch hinsichtlich der Weltkonjunktur und der Weltbörsen erkannt werden. "Die Geschwindigkeit der Konjunkturzyklik im globalen Kontext ist atemberaubend. Viele Trends, die auf weiteres Wachstum in der Welt noch die letzten Wochen hindeuteten, wie z.B. die gute Auftragslage im Maschinenbau, bei den Chemieunternehmen oder den Metallbauern, werden schlagartig unterbrochen, kamen zum Erliegen oder kehrten sich sogar um. Andere Entwicklungen dagegen, wie die starke Performance der gesamten US-Wirtschaft, der weltweite Dienstleistungssektor oder die globale Konsumbereitschaft der privaten Verbraucher überraschen weiterhin sehr positiv. Umso wichtiger ist es jetzt die Chancen und Risiken sowie die Stärken und Schwächen der gegenwärtigen Ausgangslage in der Weltwirtschaft richtig zu verstehen und als Anlagemanager sehr flexibel zu agieren", fasst Markus C. Zschaber, Chef der gleichnamigen Vermögensverwaltung, welche monatliche den "Welt-Index" veröffentlicht, die Lage zusammen.

Die Weltwirtschaft ist bis auf weiteres in guter Verfassung, was für einen goldenen Oktober in der Weltkonjunktur spricht, doch beeinflusst das Geschehen auf der Ebene von Politik und Handel die Weltfinanzmärkte in zunehmend unerwarteter Weise. Dennoch, die Lage ist besser als die Stimmung. Mit Blick auf die Fakten bleibt festzuhalten, dass der größte politische Gefahrenherd nach wie vor der Handelskonflikt zwischen den USA und dem Rest der Welt ist und zunehmend mehr negativen Einfluss auf die Wachstumsmodelle der Volkswirtschaften nimmt. "Dieses Negativpotenzial sollten sich alle Protagonisten vor Augen führen, denn gerade die währungspolitischen Maßnahmen, welche China als Antwort auf Donald Trump umsetzt und auch zukünftig umsetzen wird, werden die chinesisch-amerikanischen Fronten noch weiter verhärten. Was wir brauchen sind echte politische Entspannungssignale für die Weltwirtschaft und ihre Teilhaber. Die Unternehmen in der EU, in Asien und auch in den USA benötigen nachhaltige Sicherheit, dass ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht politisch konterkariert oder verzerrt wird", konstatiert Zschaber.

Die globale Industrie und die wichtigsten Fundamentaldaten der Wirtschaft zeigen größer werdende Ungleichheiten in Sachen Wachstumstempo in vielen Teilbereichen bzw. Sektoren an. Es können aber auch deutliche, regionale Unterschiede (USA, Asien und Europa) im gleichen Sektor empirisch erfasst werden. Die Heterogenität einzelner Branchen innerhalb des gesamtwirtschaftlichen Zyklus ist außergewöhnlich hoch und verantwortlich für die höheren Marktvolatilitäten nach Angaben des Vermögensverwalters. Hintergrund ist der Handelskrieg zwischen den USA und vielen Regionen der Welt.

Dr. Markus C. Zschaber

Dr. Markus C. Zschaber

Gleichzeitig überraschen die USA und Kanada positiv mit konjunktureller Stärke und Leistungsfähigkeit, während einige asiatische Schwellenländer zunehmend unter stärkeren konjunkturellen und finanziellen Druck geraten. Anders dagegen die asiatischen Industrienationen, wie China, Japan und Südkorea, welche zwar unterm Strich leicht an Wachstumstempo einbüßen, sich aber weiterhin in vielen gesamtwirtschaftlichen Sektoren behaupten können. Außerdem kommen sie von sehr hohen Niveaus was das eigene Wachstum betrifft. Indien und Russland vermerken positive Wachstumsentwicklungen und Europa verharrt noch trotz aller geldpolitischen Operationen der EZB unter seinem Wachstumspotenzial und mit großen qualitativen und regionalen Wachstums-unterschieden. Gerade Großbritannien und Italien durchlaufen eine stark nachlassende Wachstums-dynamik, während Deutschland im Großen und Ganzen stabil geblieben ist und sowohl Frankreich als auch Spanien zulegen konnten.

Kurzum, die letzten Monate verdeutlichen, dass der synchrone Aufschwung der Weltwirtschaft zu Ende geht, was aber nicht heißt, dass jetzt eine Rezession droht. "Im Gegenteil, die gesamtwirtschaftlichen Faktoren und Multiplikatoren schließen eindeutig darauf, dass die Weltkonjunktur auf robusten Niveau fußt. Die Weltwirtschaft verliert in einigen Teilen zwar an Kraft, andere Teile können aber dynamisch zulegen. "Es gilt als Investor in diese Räume zu investieren, die jetzt profitieren können. Die Auswahl der Anlagen wird zunehmend wichtiger. Der Anleger, der auf das falsche Pferd setzt, wird zukünftig keine zufriedenstellenden Renditen erzielen, genauso wie all diejenigen, die glauben, mit einer Investition in einen ETF und damit in einen breiten Markt, wären sie gut aufgehoben.

Der V.M.Z.-Kommentar zum aktuellen Stand

Während der Handelskrieg an den internationalen Finanzmärkten die dominante Rolle einnimmt und auch die Stimmung bei vielen Unternehmen in allen Regionen der Weltwirtschaft sich von dieser Themenlage besorgt geben, zeigen die realen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen noch in vielen Teilen ein robustes Niveau und Ergebnis an, auch wenn hier und da die Dynamik zyklusbedingt abflacht. "Der globale Scheitelpunkt der Weltkonjunktur liegt hinter uns, das verdeutlicht das globale Datenmaterial aus allen relevanten Volkswirtschaften. Dies ist aber nicht gleichbedeutend mit einer bevorstehenden Wachstumsabschwächung. Zu stark wurden geldpolitische Multiplikatoren in den letzten Jahren durch die Notenbanken rund um den Globus ausgereizt. Diese Liquiditätsschwemme kann den globalen Kreditzyklus noch eine ganze Weile antreiben, zu Mal die weltweiten Zinsen nach wie vor niedrig sind. Und wie wir alle wissen ist Kapital der wichtigste Treiber für Wachstum", so Zschaber.

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Die Schwergewichte der relevanten Volkswirtschaften, wie China, die USA, Indien und Teile Europas zeigen außerdem noch eine robuste Gesamtlage an. Gerade der private Verbrauch und Konsument in diesen Nationen ist ein Eckpfeiler der Weltwirtschaft. Der aktuelle Expansionslevel der Weltwirtschaft, gemessen am "Welt-Index", liegt derzeit bei 65 Prozent (63 Prozent im Vormonat) und damit oberhalb des Vormonats. Die Ausgangslage der Weltwirtschaft bleibt damit grundsätzlich positiv. In einigen Teilbereichen der Wirtschaft nimmt aber die Geschwindigkeit weiterhin ab. "Stagflation (abnehmende Wachstumsdynamik bei ansteigender Inflation) könnte ein Thema der Zukunft werden, wahrscheinlich aber erst Ende 2019 oder 2020", so Zschaber weiter.

Der von den USA ausgehende globale Handelskrieg ist die größte Sorge weltweit agierender Investoren, darauf verweisen alle Marktreaktionen sowie alle Umfragen. Dies erklärt auch die immer wieder einsetzenden Kapitalströme in sogenannte "sichere Häfen" u.a. in US-Staatsanleihen. Für etwas Entspannung in den Köpfen aller Beteiligten sorgte die die neue USA-Kanada-Mexiko-Vereinbarung. Autoimporte aus Mexiko und Kanada in die USA bis zu einem Volumen von 2,6 Millionen Fahrzeugen zollfrei. Im Gegenzug sollen Regulierungen für US-Farmer gestrichen werden, um ihnen Zugang auf bis zu 3,6 Prozent des kanadischen Milchmarkts zu sichern. US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium werden jedoch vorläufig beibehalten.

Der US-Notenbankchef Jerome Powell bewertet den Ausblick für die US-Wirtschaft als "außerordentlich positiv". Ein Beschäftigungsstand auf 18-Jahres-Hoch, steigende Löhne und eine Inflation von gut zwei Prozent bestätigen seine Ansichten. "Das gesamtwirtschaftliche Datenmaterial, welches wir Monat für Monat durchanalysieren lässt darauf schließen, dass der Aufschwung in den USA, der ohne Frage künstlich durch verschiedene Maßnahmen von Donald Trump zusätzlich stimuliert wurde, noch anhalten wird. Vorausgesetzt, der Leitzins wird nicht so aggressiv wie in früheren Boomzeiten angehoben, um das Wachstum nicht zu gefährden", konstatiert der Vermögensverwalter.

Im Handelsstreit mit den USA kündigt China immer neue Maßnahmen an, um die heimische Wirtschaft zu stützen. Inzwischen können alle Unternehmen ihre von 2018 bis 2020 anfallenden Gewinne, bezogen auf die Sonderausgaben für Forschung und Entwicklung, direkt mit 75 statt 50 Prozent von der Steuer abschreiben. Dies soll Innovationen fördern und die Gewinne im Schnitt um 2,2 Prozent steigern. Von dieser Umstellung dürften vor allem Technologie- und Telekommunikationsfirmen mit hohem Forschungsaufwand profitieren. Außerdem hat die chinesische Regierung bereits weitere Steuersenkungen in Aussicht gestellt und China plant sich weiter für ausländische Firmen zu öffnen.

Investitionen aus dem Ausland sollen gefördert und subventioniert werden und es sollen optimierte Finanzierungsbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen umgesetzt werden. Die chinesische Zentralbank hat am Wochenende erneut den Mindestreservesatz um 1 Prozent gesenkt. Neben fiskalischen Maßnahmen setzt Peking damit auch weiterhin auf eine lockere Geldpolitik, um der Konjunkturabkühlung zu begegnen. Dass Banken nun weniger Kapital als Reserve für vergebene Darlehen bereithalten müssen, erleichtert die Kreditvergabe. Dafür haben die Institute zudem schlagartig 750 Milliarden Yuan zur Verfügung. "Das chinesische Wachstumsmodell erhält neue Dynamik durch strukturelle Veränderungen seitens der Regierung und der Notenbank. Gleichzeitig wird die Währung geschwächt um die Exporte zu unterstützen. Es wird spannend sein, ob dadurch die Wachstumsgeschwindigkeit der Vergangenheit aufrechterhalten werden kann", so Zschaber weiter.

Neben China geht auch in Europa der Trend zu einer offensiveren Wirtschaftspolitik. Ein Beispiel hierfür ist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, er möchte die privaten Haushalte um sechs Milliarden Euro entlasten und die heimischen Unternehmen um 20 Milliarden Euro. Das Haushaltsdefizit dürfte insgesamt auf 2,8 Prozent des BIP steigen, obwohl die EU eine jährliche Reduzierung vorsieht.

Außerdem liegt Frankreichs Schuldenstand mit 99 Prozent des BIP schon heute deutlich über der Maastricht-Vorgabe von 60 Prozent. "Der Trend in Europa geht eindeutig zu höheren Staatsausgaben", so Zschaber weiter. In diesem Zusammenhang wird die größte Frage sein, in wie fern die Währungs- oder Rentenmärkte diese Politik goutieren werden oder ob wie in Italien die Renditen nach oben schießen werden und die Probleme des wirtschaftlichen und finanziellen Gefüge in den Fokus rücken werden.

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Die Erwartungen an die Weltkonjunktur und an die Unternehmen durch die professionellen Markt-teilnehmer, Analysten und Anleger konnten in den vergangenen vier Wochen erneut mehrheitlich übertroffen werden. Hintergrund ist die Skepsis der Experten und damit die niedrigen Erwartungswerte, welche durch die stetig neuen Eskalationsstufen, welche im globalen Handelskrieg zwischen den USA und vor allem China ausgelöst werden. Gleichzeitig konnten aber gerade die fundamentalen Daten aus der Wirtschaft in den USA und in China ihren positiven Trend fortsetzen, was natürlich zusätzlich positiv überraschte. Alle Experten gingen gerade bei den beiden Konfliktnationen von deutlich schlechteren Ergebnissen aus. 63 Prozent (zuvor 62 Prozent) der analysierten gesamtwirtschaftlichen und unternehmens-spezifischen Daten haben die Erwartungen übertroffen.

Fazit & Ausblick für Anleger

Die politischen Risiken hängen wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Einmal ist es der internationale Handelskonflikt ausgelöst durch die USA oder die restriktivere Zinspolitik der US- Notenbank, dann wiederum die Sorgen um den Brexit oder die negativen Konsequenzen aus der fragwürdigen Wirtschafts- und Finanzpolitik der neuen Regierung in Italien, welche die Weltfinanzmärkte beeinflussen und alles andere überschatten. "Man müsste eigentlich davon ausgehen können, dass die Märkte in der Lage sind, diese politischen Faktoren entsprechend vollständig einzupreisen. Das Problem ist nur die Komplexität der verschiedenen Wechselwirkungen auf die anderen Systeme, wie Gesellschaft, Finanzmarkt und Wirtschaft, welche durch politische Risiken entstehen können. Hinzu kommt die Tatsache, dass viele politische Maßnahmen gegen die großen Krisen der jüngeren Vergangenheit getroffen wurden, deren Folgewirkungen uns bis heute beschäftigen. Man denke nur an die milliardenschweren Aufkaufprogramme von Staatsschulden durch die Notenbanken. Viele Reaktionen lassen sich nur spieltheoretisch erahnen, was viel Raum für Spekulationen bedeutet. Daraus resultiert zwangsläufig höhere Unsicherheit, fasst Zschaber zusammen.

Fakt ist, dass die Rhetorik von Donald Trump, gerade im Vorfeld der im November stattfindenden US-Zwischenwahlen, weiterhin zwischen Androhung und Vergeltung schwanken wird. Höhere Schwankungen sind zu erwarten, aber es werden sich Gelegenheiten bieten. Gerade bei Unternehmen, die oben auf der Wertschöpfungskette angesiedelt sind sieht Zschaber besondere Attraktivität. Diese Unternehmen sollten imstande sein, höhere Kosten, die durch mehr Protektionismus anfallen können, an die Abnehmer weiterzureichen und ihre operativen Margen zu schützen. Gerade aktive Anleger sollten hier ganz genau hinsehen.

Trotz der wahrscheinlichen Abflachung der Weltkonjunkturkurve sollte das globale Wachstum noch eine ganze Weile oberhalb der Potenzialrate liegen. "Eine kräftige Abkühlung der Weltkonjunktur oder gar eine Rezession lassen die Daten zum "Welt-Index" definitiv nicht erkennen. Fakt ist, die Wachstumskräfte sollten weiterhin positiv verlaufen, doch nehmen trotz des positiven Grundszenarios die Unterschiede zwischen den Ländern und Regionen zu. Allein ein Blick auf die globalen Wertschöpfungsketten zeigt, wie unterschiedlich die Auswirkungen der Handelsstreitigkeiten je nach Region, Sektor und Unternehmen ausfallen sollten. "Die weltweite Streuung bei der Kursentwicklung sollte künftig zunehmen, eine Diversifikation innerhalb einer Anlageklasse und unterhalb der verschiedenen Anlageklassen ist hierbei die Antwort", so Zschaber weiter.

Der globale Zins tendiert weiterhin um die 1 Prozent, so dass nach wie vor nicht von normalisierten Zinslevels auszugehen ist, auch wenn der Zins in den USA weiter ansteigen sollte und auch in fünfzehn weiteren Volkswirtschaften in den kommenden sechs Monaten mit steigenden Leitzinsen zu rechnen ist. Allerdings bewegen sich die Niveaus immer noch auf Rekordtief, so dass ein Abwürgen des globalen Kreditzyklus sehr unwahrscheinlich ist. "Der einzige wirkliche gefährliche Einflussfaktor ist ein zu starker US-Dollar, der den internationalen Darlehensnehmern zu schaffen machen könnte.

Gerade viele Schuldner in den Schwellenländern haben Kredite in den letzten zehn Jahren in US-Dollar aufgenommen und leiden jetzt unter den Folgewirkungen einer zu starken US-Währung", beschreibt Zschaber die Ausgangslage. Die US-Notenbank sollte damit endlich ihre Verantwortung für die Weltwirtschaft und den globalen Kreditmarkt wahrnehmen und über den eigenen Tellerrand hinausschauen.

Zusammengefasst sieht der Vermögensverwalter bei der Selektion der Anlagen in einem Portfolio die größten Chancen und die wichtigsten Treiber für eine erfolgreiche Performance in den kommenden Monaten und Jahren. "Neben der Zusammenstellung wird Flexibilität und die Überwachung und stetige Kontrolle der Portfoliobausteine eine entscheidende Rolle einnehmen. Kaufen und halten sowie vermeidliche "all in one" Lösungen wie ETF’s sehe ich als nicht ausreichend für nachhaltigen Erfolg an der Börse in den kommenden Monaten und Jahren. Zu schwierig werden die Voraussetzungen und Bedingungen an den Kapitalmärkten werden", ist sich Markus C. Zschaber sicher.

Strategie & Veränderungen im Musterportfolio

  • Gewichtung von insgesamt 21,5% in mittelständischen europäischen, deutschen und US - Unternehmen (Hidden Champions – Fokus) US – Anteil wird strategisch weiter aufgebaut.
  • Defensivere Geschäftsmodelle werden bei neuen Allokationen präferiert
  • Schweizer Large Caps werden taktisch erhöht
  • Europäische Large – Caps werden weiter reduziert
  • Ausnahme bilden europäische und US - Zykliker (Chemie, IT, Pharma und Maschinenbau)
  • Ebenfalls im Fokus stehen weiterhin qualitative Industrie- und Konsumwerten explizit aus Deutschland und aus Japan.
  • Large Caps aus den USA wurden nochmals erhöht, favorisiert werden aber binnenmarktorientierte Geschäftsmodelle
  • Die Beimischungen von beispielsweise asiatischen Aktien bleiben Bestandteil
  • Die aktuelle Aktienquote innerhalb des Musterportfolios liegt bei 60%.
  • Die Cash – Quote liegt bei 10% um bei weiteren Schwankungen Zukäufe bei Qualitätsaktien umzusetzen
  • Rentenmarkt wird weitestgehend bis auf einzelne Bausteine untergewichtet
    • Hochzinsanleihen bleiben weiterhin außen vor
    • Wandelanleihen untergewichtet positioniert
    • Unternehmensanleihen untergewichtet positioniert
    • Aufbau von hypothekenbesicherten Wertpapieren wird mittelfristig fortgesetzt
  • Die eher niedrige Edelmetallquote wird beibehalten
  • Kryptowährungen kommen weiterhin als Anlagevehikel nicht in Betracht.

Integration einer Absicherungskomponente (Derivat auf steigende Volatilität)

Titelveränderungen im Musterportfolio

Zukäufe-/Nachkäufe aus den letzten 4 Wochen: Boeing, ConocoPhillips, Eli Lilly & Co, Henry Schein, Barnes & Noble, ETF Russel 2000, ETF Russel 3000

Haltepositionen unter Anderem (Top-Holdings sind aufgeführt): Adope Systems, MC Donalds, Microsoft, Amazon, ETF Japan (Nikkei), Swiss Life, Autoneum, Ceva Logistic, Swatch Group, Shiseido, NETAPP, Fossil Group, Enanta Pharmaceuticals, Noodles & Company, ImmunoGen Inc, NVIDIA, Nippon Sheet Glass, JGC, Kobe Steel, Symrise, Rheinmetall, Deutsche Wohnen, Kion Group, TAG Immobilien, Beiersdorf, Jungheinrich, Bechtle, SAP, Bayer, BASF, Foot Locker, Deutsche Post, LVMH, Continental, L‘Oreal, Vonovia, MTU Aero Engines, Fresenius, Apple, Visa, Allianz, ETF MSCI Emerging Asia,

Verkäufe-/Reduzierungen aus den letzten 4 Wochen: ETF MSCI Europa, Fuchs Petrolub, ADO Properties, Sixt, Carl Zeiss, ETF SDAX, Wacker Chemie, Tokai Carbon, ETF Japan (Topix), Chubu Electric Power
 

Musterportfolio:

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Asset-Allokation:

Erhöht / Neu aufgenommen werden: Aktien (Large Caps) USA von 7,5% auf 9%; Aktien (Nebenwerte) USA von 5% auf 7,5%; Staatsanleihen Emerging Markets von 2% auf 4%; Hypothekenbesicherte Wertpapiere von 5% auf 7,5%; Cash von 7,5% auf 10%;

Beibehalten werden: Aktien (Large Caps) Deutschland von 7,5%; Aktien (Large Caps) Europa von 9%; Aktien (Large Caps) Schweiz von 4%; Aktien Emerging Markets von 2,5%; Wandelanleihen von 5%; Unternehmensanleihen von 2,5%; Edelmetalle von 5%;

Reduziert werden: Aktien (Nebenwerte) Deutschland von 9% auf 5%; Aktien (Nebenwerte) Europa von 10% auf 9%; Aktien Japan von 12,5% auf 8%; VSTOXX Future (Absicherung) von 7,5% auf 6%;

Das Musterdepot zum "Welt-Index" beinhaltet diverse Anlageklassen wie beispielsweise Aktien, Unternehmens-, Wandel- und Staatsanleihen sowie Rohstoffe als auch Edelmetalle. Das Portfolio wird aktiv seit fünf Jahren gemanagt und auch abgesichert je nach Börsenphase, so dass je nach Kapitalmarktsituation auch flexibel die Bargeldquote erhöht oder minimiert wird. Zur Absicherung und Gewinnmitnahmen werden auch ETF´s auf Indices und Märkte verwendet. Mit dieser Art der direkten Abbildung des "Weltwirtschaftszyklus" ist es dem Musterdepot gelungen, eine konstante und höhere Wertentwicklung als der MSCI World zu erwirtschaften. Nähere Informationen hierzu unter www.zschaber.de

Zur Methode: Die Grundlage des "Welt-Index" ist die Analyse von Wirtschaftsindikatoren aus der ganzen Welt, die eine hohe wirtschaftliche Relevanz und eine hohe Reaktion an den Finanzmärkten mit sich bringen. Diese werden weltweit von Statistikämtern und Forschungsinstituten sowie weiteren hochrangigen wissenschaftlichen Quellen veröffentlicht. In der Endform konzentriert sich der "Welt-Index", der aus zwei Komponenten besteht, dem "Index der Konjunkturdaten" und dem "Index der Markterwartungen", auf die monatlich 50 wichtigsten Konjunkturdaten, zugrunde liegen mehr als 1000 internationale Indikatoren, die monatlich ermittelt und bewertet werden. Die Verknüpfung der Datenreihen in einer nach Dominanzfaktoren gegliederten Gewichtung gibt Aufschluss darüber, in welchem Zyklus und Stadium sich die Weltwirtschaft befindet. Aufgrund der Kombination von frühzyklischen, gleichzyklischen und nachzyklischen Indikatoren sowie der Integration einer Erwartungskomponente ermöglicht der "Welt-Index" eine sehr genaue Messung des aktuellen Status. Um dieses zu vereinfachen, werden dann zwei Trenddaten erstellt, die Aufschluss darüber geben, wie viele der ermittelten Daten in den vergangenen vier Wochen gefallen oder gestiegen sind. Nähere Informationen hierzu unter: www.weltindex.de

Das Musterportfolio zum "Welt-Index" ist nur als begleitende Information zu verstehen und dient nicht als konkreter Anlage-Ratschlag. Die Vermögensverwaltungsges. Dr. Markus C. Zschaber mbH erstellt den Index monatlich exklusiv für die "Welt am Sonntag" und den Nachrichtensender "n-tv".

Quelle: n-tv.de