Wirtschaft

Etwa 60 Läden schließen Diese Douglas-Filialen machen dicht

Das Logo der Parfümeriekette Douglas steht über dem Eingangsbereich einer Filiale. Foto: Daniel Karmann/dpa

Europaweit will Douglas rund 500 Filialen schließen.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Douglas verkleinert das Filialnetz. Wie der gesamte Einzelhandel leidet auch die Parfümeriekette unter dem Lockdown. Künftig will das Unternehmen noch stärker auf das Online-Geschäft setzen.

Weil immer mehr Menschen online einkaufen, will Deutschlands größte Parfümeriekette Douglas hierzulande fast jede siebte Filiale schließen. Der Konzern reagiere mit dem Aus für rund 60 der mehr als 430 Filialen auf die immer schnellere Verlagerung der Umsätze ins Internet, sagte Douglas-Chefin Tina Müller.

Rund 600 der mehr als 5200 Beschäftigen in den deutschen Filialen verlieren ihre Jobs. Europaweit macht Douglas sogar mehr als jede fünfte Filiale dicht - insgesamt rund 500 der bislang 2400 Parfümerien. Betroffen sind rund 2500 der 20.000 Douglas-Mitarbeiter. Die Schließungswelle trifft vor allem Geschäfte in Italien und Spanien.

Bisher steht fest, dass folgende Filialen in Deutschland geschlossen werden:

  • Aachen, Aquis Plaza
  • Berlin, Schloßstraße
  • Berlin, Stromstraße
  • Bielefeld, Einkaufszentrum Loom
  • Dortmund, Thier-Galerie
  • Dresden, Seestraße
  • Düsseldorf, Nordstraße
  • Düsseldorf, Düsseldorf-Arcaden
  • Düsseldorf, Schadow-Arcaden
  • Essen, Einkaufszentrum Altenessen
  • Essen, Kettwiger Straße
  • Frankfurt, Borsigallee
  • Hamburg, Altona, Neue Große Bergstraße
  • Hamburg, Europa-Passage
  • Hamburg, Volksdorf, Claus-Ferck-Straße
  • Köln, Ehrenstraße
  • Köln, Hohe Straße
  • Köln, Neusser Straße
  • Köln, Sülzburgstraße
  • Leipzig, Grimmaische Straße
  • Leipzig, Ludwigsburger Straße
  • Mönchengladbach,Stresemannstraße
  • München, Leopoldstraße
  • München, Passauer Straße
  • Paderborn, am Rathausplatz
  • Schwerte, Hüsingstraße
  • Stuttgart, Königstraße
  • Wuppertal, City Arkaden

Douglas-Chefin Müller sagte, sie sei zuversichtlich, dass das verkleinerte Filialnetz "zukunftsfähig ist für die nächsten Jahre". Doch werde der Trend zum Online-Einkauf weitergehen - wie weit, das lasse sich aktuell nicht vorhersagen. Corona habe diesen Trend noch einmal beschleunigt.

Das von der Coronavirus-Pandemie geprägte Geschäftsjahr 2019/20 hatte dem Unternehmen ein durchwachsenes Ergebnis beschert. Zwar konnte Douglas dank seiner starken Online-Präsenz die Auswirkungen der Pandemie auf den Umsatz in Grenzen halten. Er sank um 6,4 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Doch das operative Ergebnis ging um 16,7 Prozent auf 292 Millionen Euro zurück. Und unter dem Strich musste der Konzern nicht zuletzt wegen hoher Wertberichtigungen sogar einen Verlust von 517 Millionen Euro ausweisen.

Hervorragend liefen vor allem die Geschäfte im Internet. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen die E-Commerce-Umsätze um 40,6 Prozent auf 822 Millionen Euro. Im Kalenderjahr 2020 habe die Parfümeriekette sogar erstmals mehr als eine Milliarde Euro Umsatz im Internet gemacht, sagte Chefin Müller. Dabei sei das E-Commerce-Geschäft genauso profitabel wie das Geschäft in den Filialen. Europaweit liegt der Umsatzanteil des Onlinehandels bei Douglas mittlerweile bei 25,4 Prozent, im wichtigen Heimatmarkt Deutschland sogar bei 39,9 Prozent.

Quelle: ntv.de, aze/dpa

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