Wirtschaft

Schlechte Nachricht für Chauvis Dieser Fehler kostet Firmen Milliarden

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Zuhören wäre schon ein guter Anfang.

Frauen von Führungspositionen auszuschließen, hat seinen Preis. Um genau zu sein: 655 Milliarden Dollar alleine in drei der weltweit wichtigsten Volkswirtschaften.

Konzernführung ist Männersache. Daran ändern auch Frauen wie Marissa Mayer nichts, die Yahoo leitet – sie ist eine Ausnahme. So selbstverständlich Männerbünde in den Führungsetagen auch sein mögen, sie kosten die Firmen sehr viel Geld.

Wie teuer das ist, das hat die Unternehmensberatung Grant Thornton ausgerechnet. Sie hat sich in den USA, Großbritannien und Indien die großen, börsennotierten Konzerne angeschaut. Das Ergebnis: Unternehmen mit Männern und Frauen in der Unternehmensführung performen sehr viel besser als reine Männerclubs. Durch den Ausschluss von Frauen entgingen den untersuchten Konzernen insgesamt 655 Milliarden US-Dollar, so Grant Thornton.

Bei den 1050 im US-Index S&P 500, im britischen FTSE und im indischen CNX 200 gelisteten Unternehmen treffen in lediglich 127 Firmen Frauen im wichtigsten Gremium Entscheidungen im Tagesgeschäft, wie es hieß. Im Schnitt würden diese heterogenen Firmen in den USA um 1,9 Prozent bessere Ergebnisse abliefern als Unternehmen, in denen nur Männer Spitzenpositionen im Tagesgeschäft einnehmen. Für Großbritannien liegt die Zahl bei 0,5 Prozent, für Indien bei 0,8 Prozent.

Grant Thornton hat sich nur die in den Leitindizes gelisteten Unternehmen betrachtet. "Weiteres, nicht quantifizierbares Potenzial liegt in den nicht börsennotierten und mittelgroßen Firmen", so die Autoren der Studie.  Ihre Empfehlung: Firmen sollten ihre erfolgreichen weiblichen Angestellten fördern.

Quelle: n-tv.de, jga

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