Wirtschaft

Angst vor No-Deal-Brexit Domino's hortet Tomatensoße und Thunfisch

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Importierte Lebensmittel wie Tomatensoße könnten bei Domino's zur Mangelware werden.

(Foto: REUTERS)

Für seine Pizzen ist der Fast-Food-Anbieter Domino's auch auf Lebensmittel aus dem Ausland angewiesen. Im Falle eines harten Brexits könnte die Versorgung für die britschen Ketten jedoch knapp werden. Das Unternehmen stockt seine importierten Bestände daher massiv auf.

Die Sorge um einen ungeordneten Brexit macht auch vor Unternehmen wie Domino's Pizza keinen Halt. Dem britischen "Guardian" zufolge hat der Pizzalieferant mitgeteilt, in Großbritannien sieben Millionen Pfund (7,6 Millionen Euro) für die Bevorratung von importierten Zutaten ausgegeben zu haben - für den Fall, dass der von Premierminister Boris Johnson angedrohte No-Deal-Brexit am 31. Oktober die Versorgung stören sollte.

Dominos kauft zwar Mehl und Käse in Großbritannien. Andere Lebensmittel wie Tomatensoße, gefrorenes Hühnchen und langlebige Dosenprodukte wie Thunfisch oder Ananas werden jedoch aus dem Ausland importiert. Das Unternehmen sieht seit dem verschobenen Brexit-Termin im März eine steigende Gefahr für Zutatenmangel.

Handelsexperten gehen der Zeitung zufolge davon aus, dass besonders die britischen Importeure von schnell verderblichem Essen am meisten zu befürchten haben. Denn bei einem harten Brexit könnte es zu Verzögerungen an den Grenzen kommen, die die Produkte im schlimmsten Fall ungenießbar machen. Ein weiteres Risiko seien Preissteigerungen. Diese Einschätzung teilt auch Domino's: "Ein möglicher No-Deal-Brexit birgt das erhöhte Risiko einer Unterbrechung der Rohstoffversorgung in Großbritannien und von Wechselkursschwankungen, die die Lebensmittelkosten erhöhen könnten", sagte das Unternehmen nun.

Eine Verzögerung von Lebensmittellieferungen käme für Domino's ungelegen. Der Pizzalieferant ist derzeit auf der Suche nach einer neuen Führung für Großbritannien, da der Geschäftsführer David Wild und der Vorstandsvorsitzende Stephen Hemsley das Unternehmen noch in diesem Jahr verlassen werden. Zudem befindet sich Domino's mit seinen europäischen Franchisepartnern inmitten von Streitigkeiten, die laut "Sunday Times" ohne eine höhere Gewinnbeteiligung nicht weiter expandieren wollen. Nach Unternehmensangaben ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent zurückgegangen.

Quelle: n-tv.de, lri

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