Wirtschaft

Futuristische Superlative Dubai probt Taxidrohnen und Marsbesiedlung

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Eine solche Taxidrohne könnte in den Arabischen Emiraten bald schon keine Seltenheitmehr sein.

(Foto: dpa)

Für Innovation sind die Golfstaaten bekannt. Ein nun vorgestellter Plan zur Marsbesiedlung in hundert Jahren überrascht dennoch. Ebenso futuristisch wirken Drohnen, die Emiratis in wenigen Monaten von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer fliegen sollen.

Das Emirat Dubai hat eine Taxidrohne für den Passagierverkehr getestet. Der Prototyp des chinesischen Herstellers Ehang könne entsprechend einer einprogrammierten Route autonom von einem Ort zum anderen fliegen, teilte Dubais Verkehrsbehörde mit. Die mit Elektromotoren angetriebene Taxidrohne könne einen Passagier befördern und in einer Höhe von bis zu 300 Metern eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern erreichen.

Der Insasse muss demnach lediglich das Ziel auswählen - und das wie ein Mini-Helikopter aussehende Fluggerät hebt in die gewünschte Richtung ab. Überwacht werde der Flug von einem Kontrollzentrum am Boden. Ein solches solle im Juli in Dubai eingerichtet werden. Zu schwer dürfen die Passagiere aber nicht sein: Die Drohne kann nur etwas mehr als 100 Kilogramm tragen. Die Batterien machen maximal nach 30 Minuten schlapp.

Das Emirat hat auch andere autonome Fahrzeuge getestet. Bis 2030 will es nach Angaben der Verkehrsbehörde ein Viertel seines Transportsystems autonom betreiben.

Der Blick in den Weltraum verleitet das Emirat ebenfalls zu Superlativen: In 100 Jahren sollen die ersten Bewohner des Golfstaates auf dem Mars leben. 2117 soll auf dem Roten Planeten die erste menschliche Siedlung fertiggestellt sein, wie Vizepräsident Mohammed bin Raschid al-Maktum auf einer Konferenz verkündete. Zunächst sei es aber das Ziel des Langzeitprojektes, die Möglichkeiten zu untersuchen, wie Menschen auf dem Mars überleben können. Dabei sei unter anderem die Produktion von Nahrungsmitteln und Energie wichtig.

Quelle: n-tv.de, apo/AFP/dpa