Wirtschaft

Brandenburg bald Wüste? Durch Tesla-Fabrik droht Wasser-Engpass

Baukräne und Baumaschinen sind auf dem Gelände der künftigen Tesla Giga-Factory zu sehen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Die Tesla-Baustelle: Naturschützer und Bürger befürchten Umweltschäden. Tesla hat den prognostizierten Wasserverbrauch nach Kritik bereits von 3,3 Millionen auf rund 1,4 Millionen Kubikmeter im Jahr reduziert.

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Tesla benötigt für die Produktion seiner E-Autos sehr viel Wasser. In Grünheide, am Standort der neuen Gigafactory, warnt jedoch der örtliche Wasserversorger: Ein Anschluss sei nicht garantiert. Im Umland gebe es weder genug Trinkwasser noch gebe es einen Auftrag von Tesla, mehr Wasser zu erschließen.

Angesichts der Pläne für den ersten Teil der Fabrik von US-Elektroautobauer Tesla in Brandenburg gibt es offenbar Unsicherheiten bei der Wasserversorgung. Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) schlägt deshalb Alarm.

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Wirtschaftsminister Jörg Steinbach zeigte sich verwundert. "Alle bisher zum Thema Wasser geführten Gespräche haben zum Ergebnis gehabt, dass die anstehenden Probleme lösbar sind und das Tesla-Projekt nicht gefährden", sagte der SPD-Politiker. Auch das Umweltministerium sieht keine Gefahr: Umweltminister Axel Vogel von den Grünen erklärte, auch der Wasserverband habe eine positive Prognose für die erste Ausbaustufe gegeben.

WSE-Verbandsvorsteher André Bähler hatte zuvor in einem internen Schreiben vor zu wenig Trinkwasser gewarnt: "Die Tatsache, dass wir im Juli 2020 weder über ausreichende Erlaubnismengen verfügen noch der notwendige Erschließungsvertrag geschlossen wurde, gibt Anlass zur Sorge." Alle weiteren Ausbaustufen für die Erschließung der Tesla-Fabrik könnten nicht ohne gravierende Änderungen und Erweiterungen ermöglicht werden. Über das Schreiben hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) zuerst berichtet.

Wasseranschluss im November "nicht gewährleistet"

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Eine grafische Darstellung der neuen Gigafactory in Grünheide.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Verband fürchtet, dass bei einem weiteren Ausbau der Fabrik auch die Wasserreserven für die Region knapp werden könnten. Tesla habe zudem noch keinen Vertrag zur Erschließung unterschrieben, heißt es. "Ein rechtzeitiger Anschluss kann unter diesen Bedingungen nicht gewährleistet werden", zumal die Firma die Anschlüsse für Trink- und Schmutzwasser bereits im November 2020 benötige. Tesla hatte den prognostizierten Wasserverbrauch nach Kritik von 3,3 Millionen auf rund 1,4 Millionen Kubikmeter im Jahr reduziert.

Tesla will in Grünheide in Brandenburg ab Juli nächsten Jahres bis zu 500.000 Fahrzeuge im Jahr vom Band rollen lassen. Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung vom Land Brandenburg steht noch aus. Tesla baut bereits auf eigenes Risiko über vorzeitige Genehmigungen. Das Brandenburger Landesumweltamt gab zuletzt grünes Licht für das Fundament und den Rohbau mit einem vorzeitigen Beginn. Naturschützer und Bürger befürchten negative Folgen für die Umwelt. Am Tesla-Gelände protestierten am Samstag Kritiker gegen die geplante Ansiedlung.

Quelle: ntv.de, ddi/dpa