Wirtschaft

Neuverschuldung stark gesunken EU-Staaten haushalten besser

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Das durchschnittliche Haushaltsdefizit lag in der Europäischen Union 2018 bei 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Staaten wie Luxemburg und Estland gehen in Sachen Schulden und Ausgabenplanung mit gutem Beispiel voran. Ihnen und anderen Ländern ist es zu verdanken, dass die Europäische Union im Schnitt nun ein niedrigeres Haushaltsdefizit aufweist. Es bleiben allerdings einige Sorgenkinder.

Die Neuverschuldung der EU-Staaten ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte, lag das durchschnittliche Haushaltsdefizit 2018 in der Europäischen Union bei 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung. In der Eurozone aus 19 Staaten waren es 0,5 Prozent. Im Vorjahr war es jeweils 1,0 Prozent gewesen. 13 von 28 EU-Staaten wiesen nun einen Haushaltsüberschuss aus.

Die höchsten Überschüsse verbuchten nach den Eurostat-Daten Luxemburg (2,4 Prozent), Bulgarien und Malta (jeweils 2,0 Prozent) sowie Deutschland (1,7 Prozent). Klar gegen die EU-Vorgabe eines maximalen Haushaltsdefizits von drei Prozent verstieß nur noch Zypern (minus 4,8 Prozent). Rumänien landete genau bei einem Defizit von 3,0 Prozent.

Die Haushaltsüberschüsse hatten auch Auswirkungen auf die Gesamtverschuldung der EU-Staaten. Sie sank von durchschnittlich 81,7 auf 80,0 Prozent der Wirtschaftsleistung. In der Eurozone ging sie im Schnitt von 87,1 auf 85,1 Prozent zurück.

Die niedrigste Gesamtverschuldung wiesen Estland (8,4 Prozent), Luxemburg (21,4 Prozent) und Bulgarien (22,6 Prozent) aus. Deutschland landete mit einer Verschuldung von gut zwei Billionen Euro bei 60,9 Prozent und riss damit noch knapp die EU-Vorgabe von maximal 60 Prozent.

Die höchsten Schuldenberge hatten Ende 2018 Griechenland (181,1 Prozent), Italien (132,2 Prozent), Portugal (121,5 Prozent) und Zypern (102,5 Prozent). Danach folgten Belgien (102,0 Prozent), Frankreich (98,4 Prozent) und Spanien (97,1 Prozent).

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP

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