Wirtschaft
Hersteller, die sich nicht an die Regeln halten, sollen 95 Euro Strafe zahlen - pro Gramm CO2.
Hersteller, die sich nicht an die Regeln halten, sollen 95 Euro Strafe zahlen - pro Gramm CO2.(Foto: imago/Westend61)
Mittwoch, 08. November 2017

30 Prozent weniger CO2-Ausstoß: EU beschließt strenge Regeln für Neuwagen

Die EU-Kommission beschließt drastische Regeln, um die CO2-Emissionen von Autos zu verringern: Bis 2030 sollen Pkw 30 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen. Herstellern, die sich nicht daran halten, drohen saftige Strafen.

30 Prozent weniger Kohlendioxid aus dem Auspuff bis 2030: Die EU-Kommission hat ihren Vorschlag für schärfere CO2-Grenzwerte für Autos und Vans beschlossen. Demnach sollen neue Fahrzeuge im Jahr 2030 im Schnitt 30 Prozent weniger CO2 produzieren als 2021, teilte die Kommission mit. Hersteller, die die Grenzwerte nicht einhalten, sollen 95 Euro für jedes zusätzliche Gramm CO2 zahlen müssen, sagte eine mit der Sache vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Neuwagen sollen bis zum Jahr 2025 im Durchschnitt zunächst 15 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen, bis 2030 dann 30 Prozent weniger. Darüber hinaus will die Kommission bis 2030 möglichst 30 Prozent Neuwagen mit Elektro- oder anderen alternativen Antrieben auf die Straße bringen. 

Milliardenschwere E-Auto-Förderung

Derzeit reichen die Regeln bis 2021. Dann dürfen alle Modelle eines Herstellers im Mittel nur 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Die neuen Zielvorgaben bauen darauf auf und gelten für die Jahre 2022 bis 2030. Künftig werden die Ziele aber nur noch in prozentualen Minderungsvorgaben ausgedrückt.

Die neuen Grenzwerte sollen der EU dabei helfen, die im Pariser Klimaabkommen festgezurrten Ziele zu erreichen. Vor allem geht es dabei um die Verringerung der Treibhausgase bis 2030 um 40 Prozent. Basis ist hier das Jahr 1990.

Gleichzeitig will die Kommission dem Insider zufolge die Technologien für elektrische Autos fördern. Zum einen sei geplant, mit 800 Millionen Euro Infrastrukturprojekt zu unterstützen wie etwa Ladesäulen. Zudem sollen 200 Millionen Euro in die Batterieentwicklung fließen.

Quelle: n-tv.de

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