Wirtschaft

Zwei-Prozent-Marke geknackt EZB feiert Erfolg bei Inflation

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EZB-Chef Mario Draghi: Sein Ziel ist eine stabile Preissteigerung auf nicht allzu hohem Niveau.

(Foto: dpa)

Es ist ein Etappensieg der Europäischen Währungshüter beim Kampf für mehr Inflation: Im Juni steigt die Teuerungsrate in der Eurozone erstmals seit mehr als einem Jahr wieder auf zwei Prozent. Die EZB kommt damit ihrem Ziel immer näher.

Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Juni über die von der EZB angestrebte Marke von knapp zwei Prozent gesprungen. Die Teuerungsrate kletterte auf 2,0 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Im April waren die Lebenshaltungskosten nur um 1,9 Prozent gestiegen.

Als Preistreiber erwies sich nun Energie, die sich um 8,0 Prozent verteuerte. Auch die Kosten für Lebensmittel, Alkohol und Tabak stiegen mit 2,8 Prozent überdurchschnittlich. Die Preissteigerungen bei Dienstleistungen fielen mit einer Rate von 1,3 Prozent hingegen vergleichsweise moderat aus.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Preisstabilität als eine jährliche Steigerungsrate des Preisniveaus von mittelfristig unter, aber nahe zwei Prozent definiert. Sie betrachtet diese Zielmarke als ideal für die Wirtschaft, konnte sie aber lange Zeit nicht erreichen. Die Währungshüter beschlossen angesichts der anziehenden Inflation jüngst einen Schritt hin zu einer weniger lockeren Geldpolitik und planen das Ende ihrer billionenschweren Anleihenkäufe noch in diesem Jahr.

Die EZB hat über den Kauf von Wertpapieren weit mehr als zwei Billionen Euro ins Finanzsystem geschleust, um die Inflation anzuheizen. Gleichzeitig will sie für günstige Finanzierungsbedingungen sorgen, um die Wirtschaft anzuschieben.

Quelle: ntv.de, kst/rts