Wirtschaft

Corona legt Billigflieger lahm Easyjet stellt Flugbetrieb ein

imago98327162h.jpg

Easyjet-Maschinen am Flughafen Berlin-Tegel: Der Billigflieger lässt wegen der Corona-Krise seine gesamte Flugzeugflotte am Boden.

(Foto: imago images/Frank Sorge)

Easyjet hatte infolge der Grenzschließungen und Reisebeschränkungen den Flugverkehr bereits stark eingeschränkt, holt mit ihren Maschinen aber noch Zehntausende nach Hause. Nun lässt die britische Fluggesellschaft ihre gesamte Flotte am Boden.

Der britische Billigflieger Easyjet hat wegen der Reisebeschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus den Flugbetrieb eingestellt. Derzeit sei unklar, wann die über 300 Maschinen wieder abheben können, teilte Easyjet am heutigen Montag mit.

Um die Auswirkungen auf die Bilanz möglichst gering zu halten, würden Kosten reduziert. Zudem wurde mit der Gewerkschaft eine Art Urlaubsregelung für das Kabinenpersonal getroffen, die ab 1. April für zwei Monate gilt. In der Zeit erhält die Besatzung 80 Prozent ihres Durchschnittslohns.

"In laufenden Gesprächen mit Liquiditätsanbietern"

Easyjet
Easyjet 422,60

"Wir befinden uns in laufenden Gesprächen mit Liquiditätsanbietern, die um unsere starke Bilanz und unser Geschäftsmodell wissen", betonte Easyjet. Man werde die Situation aufgrund der Regelungen sowie der Kundennachfrage fortlaufend prüfen und die Märkte informieren, sobald man einen besseren Überblick habe. "Wir arbeiten unermüdlich daran, dass EasyJet weiterhin gut aufgestellt ist, um die Herausforderungen des Coronavirus zu meistern", fügte Konzernchef Johan Lundgren hinzu.

Easyjet führte nach eigenen Angaben bis Sonntag noch über 650 Rückführungsflüge durch und brachte mehr als 45.000 Passagiere nach Hause. "Wir werden weiterhin mit Regierungsbehörden zusammenarbeiten, um zusätzliche Rückführungsflüge nach Bedarf durchzuführen", teilte das Unternehmen mit. Wann die kommerziellen Flüge wieder aufgenommen werden können, sei noch nicht absehbar.

Einreisebeschränkungen von Ländern in der ganzen Welt und sinkende Nachfrage treiben Airlines dazu, den Flugbetrieb drastisch zurückzufahren. So hat etwa auch die Lufthansa wegen der Coronakrise ihren Flugbetrieb laut Konzernchef Carsten Spohr auf weniger als fünf Prozent reduziert. Etwa 700 der rund 760 Lufthansa-Maschinen sind am Boden und 31.000 Beschäftigten der Kernmarke Lufthansa gehen bis Ende August in Kurzarbeit.

Quelle: ntv.de, abe/rts

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen