Wirtschaft

Kartellamt stellt sich quer Edeka übernimmt doch weniger Real-Filialen

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Das Kartellamt erlaubt Edeka die Übernahme von 51 Real-Filialen.

(Foto: picture alliance / Hauke-Christian Dittrich)

Mit der Übernahme von Dutzenden Real-Filialen kann der Einzelhandel-Riese Edeka seine führende Marktposition zwar weiter ausbauen. Jedoch muss der Lebensmittelhändler deutliche Abstriche bei seinen Plänen machen: Rund ein Drittel der gewünschten Real-Standorte darf Edeka nun doch nicht kaufen.

Die Edeka-Gruppe darf nur 45 statt wie gewollt 72 Standorte der Supermarktkette Real ohne Auflagen übernehmen. Das Bundeskartellamt gab aus wettbewerblichen Gründen das Vorhaben von Edeka nur zum Teil frei. Demnach darf Edeka 21 Standorte nicht übernehmen, bei sechs weiteren müssen Teilflächen für mindestens zehn Jahre an Wettbewerber abgegeben oder im Gegenzug Filialen geschlossen werden.

Die Bonner Wettbewerbsbehörde hatte bereits im Vorfeld Bedenken geäußert und von einer "drohenden erheblichen Behinderung des wirksamen Wettbewerbs" durch die Übernahme gesprochen. Nun erklärte Behördenchef Andreas Mundt, das Amt habe bei einer Reihe von Standorten die Sorge gehabt, "dass Edeka mit der Übernahme in den jeweiligen regionalen Märkten zu stark würde". Edeka müsse deshalb auf rund 30 Prozent der geplanten Übernahmen verzichten.

Verbraucher müssten "auch in Zukunft zwischen verschiedenen Lebensmittelhändlern auswählen können", fuhr Mundt fort. Diese Auswahlmöglichkeit erzeuge den nötigen Wettbewerbsdruck auf die Anbieter und sorge so für bessere Preise, Auswahl und Qualität.

Kaufland übernimmt 92 Märkte

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Der Düsseldorfer Metro-Konzern hatte die Supermarktkette Real mit rund 270 Märkten, rund 34.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von etwa sieben Milliarden Euro an den russischen Investor SCP verkauft. Metro konzentriert sich auf das Geschäft rund um den Großhandel, Real passte nicht mehr zu diesem Konzept. SCP will die Kette zerschlagen.

Der Edeka-Verbund ist wiederum der führende Anbieter im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, zu der Gruppe gehört auch der Discounter Netto. Im Dezember hatte das Kartellamt dem Edeka-Konkurrenten Kaufland bereits grünes Licht für die Übernahme von bis zu 92 Real-Märkten gegeben. SCP hatte im Zuge dieser Entscheidung zugesagt, Standorte mit einem Beschaffungsvolumen von insgesamt mindestens 200 Millionen Euro an mittelständische Lebensmitteleinzelhändler zu veräußern. Für einen solchen Einzelhändler, die Globus-Gruppe, hatte die Behörde die Übernahme von bis zu 24 Real-Standorten freigegeben.

Quelle: ntv.de, uzh/AFP/rts

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