Wirtschaft

Steuert Wilhelmshaven an Erster LNG-Tanker für Deutschland unterwegs

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Die "Höegh Esperanza" wird in der kommenden Woche in Wilhelmshaven erwartet.

(Foto: Geir-Sindre Strand / MarineTraffic.com)

Das erste deutsche LNG-Terminal wurde Mitte November eröffnet, nun scheint eine erste Lieferung noch vor den Feiertagen zu klappen. Denn laut Bericht steuert der Tanker "Höegh Esperanza" gerade Wilhelmshaven an.

Der erste LNG-Tanker für Deutschland wird Ende der Woche in Wilhelmshaven erwartet. Das mit Flüssigerdgas beladene Tank- und Terminalschiff "Höegh Esperanza" ist auf dem Weg zum Nordseehafen, wie der Terminalbetreiber Uniper dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" laut einer Meldung vom Wochenende bestätigte. Damit stehe der Start des ersten LNG-Terminals in Deutschland kurz bevor.

Seit Samstag nimmt der Tanker Kurs auf Wilhelmshaven, wie Daten des Portals Marinetraffic zeigen. Der 294 Meter lange und 46 Meter breite Tanker des norwegischen Unternehmens Höegh LNG soll Wilhelmshaven demnach am nächsten Samstag erreichen. Derzeit fährt der Tanker noch durchs Mittelmeer, am heutigen Morgen steuerte er auf die Straße von Gibraltar zu.

Die "Höegh Esperanza" ist ein schwimmendes LNG-Terminal. Das Schiff verfügt über eine Anlage, in der das auf rund minus 162 Grad heruntergekühlte, verflüssige Erdgas wieder in eine Gas-Form überführt werden kann. Die Bundesregierung hat die "Höegh Esperanza" für Wilhelmshaven gechartert. Der Tanker kann selbst bis zu 170.000 Kubikmeter Flüssigerdgas laden; in gasförmigem Zustand entspricht das rund 100 Millionen Kubikmetern Erdgas. Uniper soll das LNG-Terminal im Auftrag des Staates gemeinsam mit Partnern betreiben.

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In dem schwimmenden Terminal von Wilhelmshaven sollen künftig bis zu 7,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr umgeschlagen und ins Netz eingespeist werden, das entspricht rund 8,5 Prozent des deutschen Gasverbrauchs. Dazu sollen in den kommenden Wochen zwei weitere schwimmende Terminals in Brunsbüttel (RWE) und Lubmin (Deutsche Regas) den Betrieb aufnehmen. Zusammen könnten die drei Anlagen etwa 20 Prozent des jährlichen Bedarfs der Bundesrepublik decken.

Quelle: ntv.de, ysc/AFP

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