Wirtschaft

Verhandlungen mit Lauda laufen Eurowings zeigt Interesse an Niki-Fliegern

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Eurowings hat weiterhin ein Auge auf die Maschinen von Niki geworfen.

(Foto: imago/Andreas Gora)

Nach der Schlappe im Bieterverfahren um die Air-Berlin-Tochter Niki strebt Eurowings weiterhin das größte Wachstum in der Geschichte des Luftverkehrs an. Dazu sollen einige Flieger der österreichischen Fluggesellschaft geleast werden.

Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings will sich über Leasingvereinbarungen noch doch einige Maschinen der ehemaligen Air-Berlin-Tochter Niki sichern. "Unser Ziel sind nach wie vor 210 Flugzeuge - insofern sind wir an Kapazitäten interessiert, und ja, wir reden auch mit (Niki) Lauda", sagte Eurowings-Chef Thorsten Dirks in Berlin.

Die Lufthansa war mit der Übernahme des gesamten Ferienfliegers Niki an den Bedenken der EU-Kommission über eine zu starke Marktstellung der Kranich-Airline gescheitert. Niki wurde letztlich von ihrem Gründer Niki Lauda zurückgekauft. Einige der ehemals 21 Flugzeuge würde Eurowings nun gerne einsetzen.

Die Billigtochter der Lufthansa konnte ihre Flotte im vergangenen Jahr dank der Air-Berlin-Pleite um 30 Maschinen auf 190 erweitern. Die Airline will in diesem Jahr mit 70.000 zusätzlichen Flügen acht Millionen mehr Passagiere und damit insgesamt 40 Millionen Gäste befördern. Bereits im vergangenen Jahr habe Eurowings die Passagierzahlen um 77 Prozent gesteigert und ein Jahr früher als geplant schwarze Zahlen geschrieben.

"Wir stemmen zurzeit das größte Wachstum, das der deutsche Luftverkehr jemals erlebt hat", sagte Dirks. In den vergangenen Monaten wuchs die Zahl der Beschäftigten um 2000 auf rund 9000 Mitarbeiter. Viele der Neuzugänge kamen von Air Berlin. Zweiter großer Gewinner des Untergangs der Berliner Fluggesellschaft ist der britische Billigflieger Easyjet, der jetzt Platzhirsch am Berliner Flughafen Tegel ist.

Quelle: n-tv.de, mba/rts

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