Wirtschaft

Kanalbehörde gibt Schiff frei "Ever Given" darf wieder in See stechen

Der Schadensersatzstreit zwischen Kanalbehörde und Schiffseigner ist beigelegt - Containerschiff

Das Containerschiff "Ever Given" darf ablegen - die Aufschrift "Evergreen" bezeichnet den Schiffstyp.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Containerschiff, das im März tagelang im Suezkanal feststeckte, darf Ägypten nun wieder verlassen. Die japanischen Schiffseigner konnten sich mit der Kanalbehörde verständigen. Über die Höhe der Schadensersatzzahlung schweigen sich bislang beide Parteien aus.

Der Streit um Schadenersatz für die tagelange Blockade des Suez-Kanals durch ein festsitzendes Containerschiff ist beigelegt. Die ägyptische Kanalbehörde erklärte, sie werde den seit der Bergung im März festgehaltenen Frachter freigeben. Die Unterzeichnung des Vertrags und die Abfahrt der "Ever Given" seien im Rahmen einer Zeremonie am Mittwoch geplant. Der japanische Schiffseigner Shoei Kisen bestätigte die Einigung.

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Die Verwaltung des Suezkanals hatte das Schiff beschlagnahmt, während sie mit dem japanischen Eigentümer über eine Entschädigung für entgangene Einnahmen und die Erstattung der Kosten für das Freischleppen verhandelte. Beide Parteien äußerten sich nicht zu Einzelheiten der Vereinbarung. Im Grundsatz hatten sie sich bereits im Juni verständigt. Angesichts dessen hatte das zuständige ägyptische Gericht Termine in dem parallel geführten Prozess wiederholt verschoben, um den Kontrahenten eine außergerichtliche Einigung zu ermöglichen. Die Behörde hatte im Lauf der Auseinandersetzung ihre anfängliche Forderung von 916 Millionen Dollar auf 550 Millionen Dollar heruntergeschraubt.

Der Suez-Kanal verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Er erspart der Schifffahrt zwischen Nordatlantik und Indischem Ozean den Weg um Afrika. Die "Ever Given" war am 23. März bei starkem Wind auf Grund gelaufen, hatte sich schräg gestellt und so den Kanal sechs Tage lang blockiert. Hunderte Schiffe konnten die Wasserstraße nicht passieren, was den weltweiten Handel erheblich störte. Am 29. März wurde das riesige Containerschiff freigelegt. Es wird seither in einem See zwischen zwei Kanalabschnitten festgehalten.

Quelle: ntv.de, ysc/rts/AFP

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