Wirtschaft

Elektromobilität ausgebremst? Experten warnen vor teurem Ladestrom

imago84600961h.jpg

Die Monopolkommission warnt vor zu wenig Wettbewerb zwischen Stromtankstellen.

(Foto: imago/teutopress)

Zu wenig Wettbewerb könnte die Verkehrswende ins Stocken bringen. Die Monopolkommission sieht zu wenig Wettbewerb als Grund für die Misere. In einem neuen Gutachten warnt sie vor teurem Ladestrom.

Die Monopolkommission warnt laut einem Medienbericht davor, dass zu wenig Wettbewerb zwischen den Stromtankstellen den Ladestrom verteuert und so die Verkehrswende ins Stocken bringen könnte. In vielen Regionen und Städten beherrsche ein einziger großer Betreiber den Markt, berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) unter Berufung auf ein Gutachten der Kommission über die Energiemärkte.

Das Gremium, das die Bundesregierung berät, mache dafür Fehler in der öffentlichen Förderung verantwortlich. Wettbewerbliche Kriterien würden vernachlässigt, um den Ausbau zu beschleunigen. So schlössen Kommunen häufig Verträge mit einzelnen Anbietern ab und räumten ihnen "faktisch marktbeherrschende" Stellungen ein. Laut  Monopolkommission liegen die an den Ladesäulen verlangten Preise teilweise erheblich über dem Preis für Haushaltsstrom, berichtet die "FAZ".

Der Ausbau der Windenergie an Land verlaufe schleppend, heißt es. "Wir sehen sowohl bei den Ausschreibungen für Windenergie als auch beim Aufbau der Ladeinfrastruktur Wettbewerbsprobleme, die das Gelingen der Energiewende gefährden", zitiert das Blatt Achim Wambach, den Vorsitzenden der Monopolkommission. Es gebe kaum noch Konkurrenz um die Einspeisevergütungen für den Windstrom. Deswegen steige die Belastung für die Verbraucher. Diese nämlich finanzieren den Windstrom über die Umlage für erneuerbare Energien mit.

Ferner äußerte die Monopolkommission Sorge hinsichtlich des Atom- und Kohleausstiegs. Die Verknappung flexibel verfügbarer Kraftwerke erhöhe das Risiko von Preismanipulation, schreibt die "FAZ". Erzeuger könnten je nach Marktsituation Kapazitäten zurückhalten, um die Preise in die Höhe zu schrauben.

Quelle: n-tv.de, ame/rts

Mehr zum Thema