Wirtschaft

Essen mit Abstand am Autofenster Fastfood-Ketten machen mehr Drive-ins auf

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Auch bei Burger King sollen neue Restaurants einen Drive-in haben.

(Foto: imago images/Deutzmann)

In Zeiten wie diesen wollen die Menschen zwar "Bewährtes essen", aber nicht mehr drinnen im Restaurant, sondern lieber mit Abstand. Darauf stellen sich die Fastfood-Ketten in Deutschland ein - KFC und Burger King eröffnen demnächst Dutzende neue Restaurants mit Autofenster.

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise setzen die Fastfood-Ketten bei ihren Wachstumsplänen für Deutschland auf Filialen mit Autoschalter. So will Kentucky Fried Chicken (KFC) in kleineren Städten bis 2025 pro Jahr 25 neue Restaurants aufmachen, die fast alle einen Drive-in haben sollen, wie die Firma in Ratingen bekannt gab. Bisher hat die Deutschlandtochter des US-Konzerns hierzulande 174 Lokale, 110 von ihnen mit Autofenster.

Bei Burger King sollen neue Restaurants ebenfalls einen Drive-in haben. Grund: Immer mehr Kunden wollen eine Essensübergabe, ohne ins Lokal zu gehen. "Die Menschen wollen in Corona-Zeiten Bewährtes essen, zugleich aber Distanz wahren", sagt der Deutschlandchef von Burger King, Cornelius Everke.

Fastfood-Branche leidet etwas weniger

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Immer mehr Kunden wollen eine Essensübergabe, ohne ins Restaurant zu gehen.

(Foto: imago images/Stefan Zeitz)

Die Fastfood-Branche musste in diesem Jahr wie die ganze Gastronomie Einbußen hinnehmen, vor allem Lokale in Shopping-Malls, an Bahnhöfen, Flughäfen und in Autobahn-Raststätten schnitten schlecht ab. Etwa der Umsatz der Fastfood-Kette McDonald's war im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Insgesamt erwischte es die Branche aber nicht so schlimm wie Bedienrestaurants. Das lag daran, dass KFC, Burger King und Marktführer McDonald's auch Lieferdienste anbieten konnten - und den Service an besagten Autoschaltern, die gut genutzt wurden. Der Drive-in-Anteil am Gesamtumsatz schnellte bei allen drei Ketten nach oben.

Ungewöhnlicher Werbegag von Burger King

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Erst vor wenigen Tagen hatte sich Burger King in Großbritannien wegen der ungewöhnlichen Zeiten zu einem ungewöhnlichen Werbegag entschieden. "Bestellt bei McDonald's", war auf einem Instagram-Post von Burger King UK zu lesen. "Wir hätten auch nie gedacht, dass wir das einmal schreiben würden", hieß es weiter. In diesen Zeiten benötige die Gastronomie, die Tausende von Arbeitsplätzen schaffe, aber jede Unterstützung - das gelte auch für Rivalen wie KFC, Subway und andere.

Mit Takeaway-Angeboten oder Bestellungen von zu Hause aus sei es aber auch im Lockdown möglich, die Unternehmen zu unterstützen. In England gilt seit Kurzem ähnlich wie in Deutschland ein Teil-Lockdown, bei dem auch Restaurants, Pubs und Cafés schließen müssen.

Quelle: ntv.de, abe/dpa