Wirtschaft

Wechsel in den Pausenmodus Fed bläst die Zinserhöhung ab

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Jerome Powell belässt den geldpolitischen Schlüsselsatz in der Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent.

(Foto: REUTERS)

Manch ein Händler hatte es schon erwartet und nun sagt die US-Notenbank tatsächlich die erwartete Zinserhöhung ab. Die Fed teilt außerdem mit, wann frühestens mit einer solchen zu rechnen wäre.

Angesichts unsicherer Konjunkturaussichten will die US-Notenbank die Zinsen in diesem Jahr nicht mehr erhöhen. Die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell beließen den geldpolitischen Schlüsselsatz in der Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Zugleich signalisierten sie in ihrem aktualisierten Ausblick, dass sie erst für 2020 wieder eine Erhöhung erwägen.

Viele Händler hatten sich bereits darauf eingerichtet, dass die Fed 2019 die Füße still hält. Die Fed hatte bei ihrer bislang letzten Zins-Erhöhung im Dezember noch zwei weitere Schritte nach oben für 2019 avisiert. Stattdessen könnte nun laut Experten auch eine Lockerung der Geldpolitik wieder in Frage kommen: "Der Flirt mit Leitzinssenkungen wird im zweiten Halbjahr wohl beginnen", meint Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe.

Fed erwartet nur 2,1 Prozent Wachstum

Die Fed, die binnen drei Jahren die Zinsen neun Mal anhob, signalisiert nun, dass die Tage aggressiver Anhebungen endgültig vorbei sind und sie in den Pausenmodus wechselt. Sie erwartet nur noch ein Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent für 2019. Im Dezember hatte sie noch ein Plus von 2,3 Prozent veranschlagt. Wegen der schwächeren Weltkonjunktur, dem Handelskonflikt mit China und dem nachlassenden Rückenwind durch Steuererleichterungen im Volumen von 1,5 Billionen Dollar haben sich die Aussichten zuletzt eingetrübt.

Die Fed beschloss nun zudem, den Abbau ihrer Bilanz bis Ende September auslaufen zu lassen, falls sich die Wirtschaft und die Bedingungen an den Finanzmärkten bis dahin wie erwartet entwickeln. Zwischenzeitlich war das Portfolio der Fed im Kampf gegen die zurückliegende Wirtschaftskrise durch Wertpapierkäufe auf rund 4,5 Billionen Dollar angewachsen. Mittlerweile wurde es wieder auf unter vier Billionen Dollar eingedampft.

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Quelle: n-tv.de, vpe/rts

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