Wirtschaft

Keine Dienstreisen, keine Spesen Firmen sparen 50 Milliarden Euro ein

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Vor-Ort-Termine haben in der Pandemie Seltenheitswert.

(Foto: picture alliance / Markus C. Hurek)

In der Pandemie gibt es kaum noch Geschäftsreisen. Dadurch sparen Unternehmen viel Geld ein: Laut Verbandsangaben wurden im vergangenen Jahr 90 Prozent weniger für Reiseabrechnungen fällig. Diesen Kurs wollen viele nach der Krise beibehalten. Das bekommt die Deutsche Bahn zu spüren.

Keine Vor-Ort-Termine, keine Spesen: Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) schätzt, dass deutsche Unternehmen aufgrund der Corona-Krise im Jahr 2020 insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro weniger für Dienstreisen gezahlt haben könnten als 2019. "Wir schätzen, dass sie im vergangenen Jahr insgesamt einen mittleren bis hohen einstelligen Milliardenbetrag für Dienstreisen ausgegeben haben", sagte Hauptgeschäftsführer Hans-Ingo Biehl der "Welt am Sonntag".

Das wäre ein Rückgang von Reise-Ausgaben von bis zu 90 Prozent. Grundlage der VDR-Schätzungen sind monatliche Umfragen unter den 560 Mitgliedsunternehmen. Einzelne große Konzerne hätten bei den Dienstreisen im vergangenen Jahr sogar dreistellige Millionenbeträge gespart, sagt Biehl.

Ausgaben radikal reduziert

VDR-Chef Biehl geht davon aus, dass die Firmen diesen Sparkurs auch fortsetzen und die Ausgaben für Dienstreisen in den kommenden Jahren weiter deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau liegen werden. Als Beispiele werden unter anderem die Konzerne Bayer und Continental und angeführt, die ihre Spesenabrechnungen jeweils um 70 Prozent reduzieren konnten.

Den radikalen Einbruch bei Geschäftsreisen bekommt auch die Deutsche Bahn zu spüren. Der Umfrage zufolge verlängert der Autozulieferer Continental keine auslaufenden Bahn-Cards. Andere Firmen gingen ähnlich vor, heißt es. Nach Zeitungsinformationen wurde bei den Bahn-Cards im vergangenen Jahr bereits ein Rückgang um sieben Prozent verzeichnet.

Quelle: ntv.de, ddi/rts

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