Wirtschaft

Zahl neuer Anlagen bricht ein Flaute in Deutschlands Windenergie

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Windkraft in Not.

(Foto: picture alliance/dpa)

Noch vor wenigen Jahren herrschte Hochbetrieb in der Windbranche. Das hat sich radikal geändert. Im ersten Quartal werden 90 Prozent weniger neue Windräder gebaut als in den Vorjahreszeiträumen.

Der Aufbau neuer Windräder zur Stromerzeugung ist im ersten Vierteljahr 2019 um fast 90 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Monaten der drei Vorjahre eingebrochen. Das geht aus einem Bericht der Fachagentur Windenergie an Land hervor, wie die "Rheinische Post" berichtete. Demnach wurden zwischen Januar und März 2019 lediglich 41 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 134 Megawatt in Betrieb genommen.

Damit liege die neu installierte Anlagenleistung fast 90 Prozent unter dem Niveau des jeweils ersten Quartals der vorangegangenen drei Jahre, heißt es in dem Bericht. "Der drastische Einbruch ist der vorläufige Tiefpunkt einer bereits seit einem Jahr stark rückläufigen Ausbauentwicklung, die sich von Quartal zu Quartal zugespitzt hat", so die Agentur.

Windturbinen seien nur in sieben Bundesländern ans Netz gegangen, die meisten in Rheinland-Pfalz. Der Negativtrend habe bereits im April 2018 begonnen. Seither gehe der Windausbau kontinuierlich zurück.

Der Grund dafür dürfte insbesondere in der Zuschlagssituation im Ausschreibungsjahr 2017 liegen, in dem über 90 Prozent der Förderzusagen an immissionsschutzrechtlich noch nicht genehmigte Windprojekte gingen, heißt es in dem Bericht.

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Quelle: n-tv.de, ddi/AFP

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