Wirtschaft

Auch Werk in Saarlouis betroffen Ford legt Pläne für Stellenabbau vor

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Autos der Marke Ford spielen in Europa eine immer kleinere Rolle.

(Foto: dpa)

Dass Ford Tausende Stellen in Europa streichen will, ist bekannt. Nun werden die US-Amerikaner konkreter. Auch Arbeiter in Deutschland sind davon betroffen. Viele sind aber bereits freiwillig auf das Abfindungsangebot des Unternehmens eingegangen.

Der US-Autobauer Ford hat seine Schrumpfungspläne für Europa konkretisiert. Bis Ende kommenden Jahres sollen rund 12.000 Arbeitsplätze gestrichen und die Zahl der Werke von 24 auf 18 verringert werden, teilte Ford mit. In Deutschland sollen im Werk Saarlouis die Arbeitsschichten verringert werden.

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Ford hatte bereits im März angekündigt, in Deutschland mehr als 5000 Arbeitsplätze abzubauen. Anfang Juni hatte der Konzern zudem für September 2020 die Schließung seines Motorenwerks im walisischen Bridgend verkündet. Außerdem sollen Werke in Frankreich und Russland geschlossen werden. In der Slowakei ist der Verkauf eines Getriebewerks geplant.

Der Umbruch bei Ford ist nach Angaben des Unternehmens der umfangreichste in der Geschichte des Autobauers in Europa. Dadurch will das Unternehmen profitabler werden und künftig verstärkt auf SUVs und Elektroautos setzen. Der Marktanteil des US-Konzerns sinkt in Europa seit Jahren - von rund elf Prozent im Jahr 2006 auf 6,4 Prozent 2018.

In Deutschland beschäftigt Ford mehr als 24.000 Menschen: knapp 18.000 in Köln, 6000 in Saarlouis und rund 200 in Aachen. Am Mittwoch hatte der "Kölner Stadtanzeiger" berichtet, dass Ford mit seinem Stellenabbau in Deutschland vorankomme. Demnach nahmen bereits mehr als 3200 Mitarbeiter das Abfindungsprogramm an. Das entspreche 60 Prozent der 5400 Stellen, die Ford in Deutschland abbauen will.

Bei den europaweit 12.000 Stellen will Ford ebenfalls auf "freiwillige Abfindungsprogramme" setzen, wie der Autobauer erklärte. "Die Trennung von Mitarbeitern und die Schließung von Werken sind die härtesten Entscheidungen, die wir treffen", teilte Europachef Stuart Rowley mit. Das Unternehmen sei "dankbar" für die laufenden Beratungen mit Betriebsräten und Gewerkschaften. "Zusammen entwickeln wir uns weiter, konzentriert auf den Aufbau einer langfristigen nachhaltigen Zukunft für unser Geschäft in Europa."

Quelle: n-tv.de, mli/AFP

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