Wirtschaft

Bericht über mögliche Übernahme Fusionsfantasien treiben Coba-Aktien

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(Foto: picture alliance / greatif)

Die Aktien der Commerzbank klettern kräftig. Die Ampelkoalition könnte als eine ihrer ersten Entscheidungen, den Verkauf des Geldhauses vorantreiben, heißt es in einem Medienbericht. Ein überraschender Käufer stünde demnach auch schon bereit.

Commerzbank-Aktien sind auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch gestiegen. Händler verwiesen als Grund auf einen Magazinbericht, demzufolge eine Übernahme des Geldhauses unter der neuen Ampel-Koalition wahrscheinlicher werden könnte. Die Papiere kletterten um bis zu 4,3 Prozent auf 6,99 Euro.

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Zuvor hatte das Magazin "Focus" berichtet, dass unter einer neuen Regierungskoalition ein Verkauf der Commerzbank vorangetrieben werden könnte. Grund wäre die Regierungsbeteiligung der FDP, durch die Staatsbeteiligungen an Privatunternehmen künftig die Ausnahme sein sollten. Es gebe Spekulationen zur Zukunft der Bank und als möglicher Kaufkandidat werde das Genossenschaftsinstitut DZ Bank genannt, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf Frankfurter Bankenkreise weiter. Weder die Commerzbank noch die DZ Bank wollten dies auf Anfrage kommentieren.

Der Staat hatte in der Finanzkrise vor zehn Jahren das Geldhaus mit Kapitalhilfen von rund 18 Milliarden Euro vor dem Ruin gerettet. Inzwischen ist ein Großteil der Schulden zwar wieder zurückgezahlt. Der Staat ist mit seiner gut 15-prozentigen Beteiligung aber immer noch der größte Aktionär.

Zuletzt war die mitten im Umbau befindliche Bank im dritten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das Frankfurter Geldhaus erwirtschaftete von Juli bis September einen Gewinn von 403 Millionen Euro nach einem Verlust von 60 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie die Commerzbank am Donnerstag mitteilte. Vom Bankhaus befragte Analysten hatten lediglich im Schnitt mit 253 Millionen Euro gerechnet. Noch im zweiten Quartal hatte das Institut aufgrund von Aufwendungen für den Konzernumbau und Abschreibungen für ein gestopptes Outsourcing-Großprojekt rote Zahlen geschrieben.

Die Commerzbank erwirtschaftete dritten Jahresviertel ein operatives Ergebnis von 472 Millionen Euro. Auch damit übertraf die Bank die Schätzungen der Analysten, die im Schnitt 364 Millionen Euro erwartet hatten. "Die Umsetzung unserer Strategie geht planmäßig voran und auch das operative Geschäft entwickelt sich gut", erklärte Commerzbank-Chef Manfred Knof. Für das Gesamtjahr rechne die Bank trotz Umbaukosten mit einem positiven Konzernergebnis.

Quelle: ntv.de, jki/rts

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