Wirtschaft

Tarifrunde bei der Bahn im Herbst GDL fordert vier Prozent mehr Lohn

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Bei der Bahn sollen immer noch 800 Lokomotivführer fehlen.

(Foto: picture alliance / dpa)

In der neuen Tarifrunde wird die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer auf mehr Geld und verbindliche Arbeitszeiten für seine Angestellten pochen. Versprechungen aus dem vergangenen Jahr, habe die Bahn nicht eingelöst, lautet der Vorwurf von Weselsky.

Der Deutschen Bahn und ihren Kunden steht eine neue Tarifrunde mit der Lokführergewerkschaft GDL bevor. In einem Interview mit der "Wirtschaftswoche" machte Gewerkschaftschef Claus Weselsky klar, dass es ohne verbindliche zusätzliche Arbeitszeitregelungen keinen Abschluss geben werde.

Ein GDL-Sprecher bestätigte in Frankfurt am Main zudem die von der Bundestarifkommission beschlossene Forderung nach vier Prozent mehr Geld für eine zwölfmonatige Laufzeit. Die endgültige Forderung werde bis September festgelegt. Am 30. September läuft der alte Tarifvertrag aus.

Auch Zugpersonal im Schichtdienst habe Anspruch auf ein soziales Umfeld und Freizeit mit der Familie, erklärte Weselsky. Die Bahn habe ihr Versprechen, die Arbeitsbelastung zu senken, nicht eingelöst. "Statt Überstunden durch Neueinstellungen abzubauen, zahlt das Management lieber Überstunden aus. Das ist Augenwischerei."

Weselsky zufolge fehlen bei der Bahn immer noch 800 Lokomotivführer. Die GDL hatte bei der Bahn von September 2014 bis zum Mai 2015 insgesamt neun Warnstreiks und Streiks organisiert, um eigenständige Tarifverträge für das gesamte Zugpersonal zu erzwingen.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa