Wirtschaft

Tarifgespräche mit Bahn gescheitert GDL ruft Schlichtung an

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Gute Nachricht für die Reisenden: Es wird nicht gestreikt.

(Foto: dpa)

Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn setzt die Lokführergewerkschaft GDL ein Schlichtungsverfahren in Gang. Die GDL werde nun einen Schlichter ihrer Wahl benennen, sagt ihr Chef Weselsky. Während der Schlichtung wird nicht gestreikt.

Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn setzt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ein Schlichtungsverfahren in Gang. Aufgrund der "dauerhaften Verweigerungshaltung" des Unternehmens erkläre die Gewerkschaft die Tarifverhandlungen für gescheitert, teilte GDL-Chef Claus Weselsky mit. Die Gewerkschaft werde nun einen Schlichter ihrer Wahl benennen.

Die letzte Tarifrunde war am vergangenen Freitag abgebrochen worden. Im vergangenen Jahr hatten Bahn und GDL eine Vereinbarung geschlossen, dass bei einer Streikdrohung der Arbeitgeber die Schlichtung anrufen kann. Solange geschlichtet wird, kann wiederum nicht gestreikt werden. Zugreisenden drohen damit Arbeitsniederlegungen erst nach einem erfolglosen Verfahren.

Die Bahn hatte der GDL vergangene Woche ein neues Angebot vorgelegt, das sich am Abschluss mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) anlehnt. Dies war von der GDL abgelehnt worden. "Wir halten weiter eine zügige Lösung am Verhandlungstisch für möglich", sagte eine Bahn-Sprecherin.

Die zur GDL konkurrierende größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat mit der Bahn ein Plus von 5,1 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten vereinbart. Die prozentuale Erhöhung soll ab April 2017 greifen. Bis dahin gibt es eine Einmalzahlung von 550 Euro. Ab 2018 können 2,5 Prozent je nach Wahl des Beschäftigten auch in Freizeit ausgeglichen werden.

Die GDL verhandelt für Lokführer und Zugbegleitpersonal und hat vier Prozent mehr Geld verlangt. Kernforderungen sind aber bessere Arbeitszeit- und Schichtregelungen.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP/rts

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