Wirtschaft

Investor bei SoundCloud German Startups Group plant Börsengang

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Die Köpfe hinter German Startups Group: Christoph Gerlinger und Nikolas Samios.

Pizza-Bringdienste, Brillen-Versandhändler und Musikportale - das Portfolio des Investors German Startups ist bereits bunt. Nun sollen noch einige neue Unternehmen hinzukommen. Ein Börsengang soll das Geld dafür bringen - und Kleinanlegern neue Chancen bieten.

Der Berliner Wagniskapitalgeber German Startups plant den Gang aufs Parkett an der Frankfurter Börse - im Segment Entry Standard. Der Investor will sich damit frisches Kapital besorgen und damit in den kommenden zwei Jahren weitere Anteile an Startups kaufen. Die bisherige Beteiligungsstrategie will das Unternehmen fortsetzen und verstärkt auch Mehrheitsbeteiligungen erwerben.

Der Investor hat sich auf die Gründerszene in Deutschland, vor allem in Berlin, spezialisiert. "Der Börsengang ermöglicht es künftig Anlegern am Aufschwung junger, schnell wachsender Unternehmen von Anfang an zu profitieren, bevor sie an die Börse gehen", hatte Firmengründer Christoph Gerlinger der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gesagt. "Zu der Branche haben Kleinanleger bislang kaum Zugang".

600 neue Beteiligung pro Jahr möglich

In seinem Portfolio befinden sich unter anderem junge deutsche Firmen wie Delivery Hero, MisterSpex und das mit mehr als 700 Millionen Euro bewertete Musikportal SoundCloud. Gerlinger hatte nach Angaben der Zeitung zuvor zwei Startups selbst gegründet und an die Börse gebracht. Seit 2012 betätigt er sich als Business Angel und Investor in Berlin. Die German Startups Group prüft momentan etwa 600 Beteiligungsmöglichkeiten pro Jahr, in etwa 20 davon steigt sie mit Minderheits- und künftig auch Mehrheitsbeteiligungen ein.

Begleitet werde der geplante Börsengang von der Commerzbank sowie von Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA, der BHF-Bank und der Quirin Bank AG. German Startups erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 einen Jahresüberschuss von 1,4 Millionen Euro. Einen konkreten Termin für die Erstnotiz und Details zum Emissionsvolumen nannte das Unternehmen nicht.

Quelle: n-tv.de, kst/DJ/dpa

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