Wirtschaft

Umbau der Phaeton-Fabrik Gläserne Manufaktur produziert ersten E-Golf

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Fabrikhalle mit Parkettfußboden: "Vom Band" rollen in der Dresdner "Manufaktur" schon lange keine Autos mehr.

(Foto: REUTERS)

Die VW-Vorzeigefabrik in Dresden geht wieder in Betrieb. Nach dem Aus für das Luxusmodell Phaeton wurde die gläserne Manufaktur umgebaut. Sie soll nun mithelfen, die Elektro-Offensive des Konzerns anzuschieben. Zunächst allerdings nur auf Sparflamme.

In der gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden ist der erste E-Golf vom Band gerollt. Ab Mai sollen täglich 35 Elektroautos produziert werden, wie der Konzern in Dresden mitteilte. Der neue elektrische Golf, der auch im Stammwerk Wolfsburg gefertigt wird, hat eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern. Die Produktion in Dresden startet zunächst im Einschicht-Betrieb.

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Die Gläserne Manufaktur war 2001 als spektakuläre Fertigungsstätte für die Luxuslimousine Phaeton eröffnet worden. Infolge des Abgasskandals bei VW investierte der Konzern im vergangenen Jahr aber deutlich weniger als in den Vorjahren; die nächste Generation des Phaeton wurde vorerst auf Eis gelegt. Die Fertigung des Oberklassewagens lief im März vergangenen Jahres aus.

VW investierte in den Umbau der Dresdner Produktionsstätte insgesamt 20 Millionen Euro. Mit der Produktion des E-Golf werden in Dresden zunächst rund 250 bis 300 Mitarbeiter tätig sein und damit nur ein erster Teil der ursprünglichen Belegschaft. Dresdens Betriebsratsvorsitzender Thomas Aehlig erwartet aber, "dass noch weitere Schritte folgen".

Der Start der Fertigung in Dresden ist Teil der Elektrifizierungsoffensive der Marke Volkswagen. Die Elektromobilität soll zu einem Markenzeichen von Volkswagen werden. Ab 2020 soll eine große Elektro-Offensive starten.

Quelle: n-tv.de, mbo/AFP

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