Wirtschaft

EU-Gericht urteilt gegen Efsa Glyphosat-Studien müssen publik werden

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Laut der Weltgesundheitsorganisation ist Glyphosat "wahrscheinlich krebserregend".

(Foto: dpa)

Wie gefährlich ist Glyphosat wirklich? Bislang hält die EU-Lebensmittelbehörde zwei Studien über die Wirkung des Unkrautvernichters unter Verschluss - zu Unrecht stellt ein Gericht nun fest.

Umstrittene Studien über das Krebsrisiko des Unkrautvernichters Glyphosat müssen nach einem Urteil des EU-Gerichts (EuG) öffentlich gemacht werden. Die Entscheidung der EU-Lebensmittelbehörde Efsa, entsprechende Untersuchungen unter Verschluss zu halten, sei nichtig, erklärten die Luxemburger Richter (Rechtssachen T-716/14, T-329/17). Gegen das Urteil kann innerhalb von zwei Monaten beim höheren Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgegangen werden.

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Die Efsa hatte unter anderem vier grünen EU-Parlamentariern den Zugang zu zwei Studien zur Toxizität und krebserregenden Wirkung des Unkrautvernichters verwehrt. Dagegen hatten die Antragsteller geklagt. Die Lebensmittelbehörde argumentierte mit dem Schutz der finanziellen Interessen der Unternehmen, die die Studien vorgelegt hatten - unter anderem die mittlerweile vom Agrar- und Pharmariesen Bayer übernommene US-Firma Monsanto.

Die Luxemburger Richter urteilten nun, das Interesse der Öffentlichkeit an Informationen, die Emissionen in die Umwelt beträfen, sei höher einzustufen als der Schutz von Geschäftsinteressen. Das Interesse bestehe nicht nur darin, zu wissen, was in die Umwelt freigesetzt worden sei, sondern auch, wie die Umwelt dadurch beeinträchtigt werde.

Glyphosat war 2017 in der EU nach monatelangem Streit für weitere fünf Jahre zugelassen worden. Die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation stufte Glyphosat im März 2015 als "wahrscheinlich krebserregend" für den Menschen ein. Die Lebensmittelbehörde Efsa sah dafür aber keine Bestätigung. Gegen das Mittel hatte es vor allem in Deutschland heftige Proteste gegeben.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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