Wirtschaft

Mitarbeiter ändern Firmenkurs Google rückt von tödlichen KI-Waffen ab

96759801_lay.jpg

Die Unternehmensleitung bei Google reagiert auf Proteste der Mitarbeiter.

(Foto: picture alliance / Jussi Nukari/)

Nach anhaltenden Protesten aus der Belegschaft lässt Google einen Vertrag mit dem US-Militär auslaufen. Nun geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter und stellt generelle Regeln für künftige Zusammenarbeiten im Bereich Künstliche Intelligenz auf.

Nach einem heftigen internen Streit hat Google Prinzipen für die Verwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) vorgestellt und dabei den Einsatz bei Waffensystemen abgelehnt. Der Chef des Internetkonzerns, Sundar Pichai, erklärte in einem Blogeintrag, Google werde keine "Waffen oder andere Technologien, deren Hauptzweck oder Verwendung das Zufügen oder Begünstigen von Verletzungen beim Menschen" sei entwickeln oder einsetzen.

Neben Waffen ist auch Überwachung tabu, "die gegen international anerkannte Normen verstößt". Genauso werde Google keine künstliche Intelligenz entwickeln, die gegen internationales Recht und Menschenrechte verstößt. In anderen KI-Bereichen plant Google dagegen weiterhin mit Regierungen und Militär zusammenarbeiten.

In den vergangenen Monaten hatte es bei dem Unternehmen massive Kritik an der Kooperation mit einem Drohnen-Projekt des US-Verteidigungsministeriums gegeben. Es nutzte Googles "Tensorflow"-Chips für maschinelles Lernen zur Erkennung von Objekten.

Insidern zufolge war bei Google ein interner Streit über einen Vertrag zum Einsatz von KI-Systemen bei der Auswertung von Drohnen-Bildern des US-Militärs ausgebrochen. Mehr als 4600 Mitarbeiter hätten eine Petition zum Stopp der Vereinbarung unterzeichnet, 13 hätten gekündigt. Den Angaben zufolge soll der Vertrag nicht wieder verlängert werden.

Quelle: n-tv.de, lou/dpa/rts

Mehr zum Thema