Wirtschaft

Privater Konsum legt zu Griechisches Wachstum wird stärker

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Ob auch er im Sommer von den steigenden Konsumausgaben profitierte, ist unklar. Aber die griechische Wirtschaft wächst weiter.

(Foto: REUTERS)

Die griechische Wirtschaft kommt in Fahrt. Zum neunten Mal in Folge weist das Land ein Wachstumsquartal aus. Und Athen rechnet für das kommende Jahr mit einem weiteren Anstieg.

Das griechische Wirtschaftswachstum hat im Sommer an Fahrt aufgenommen. Hauptgrund für das Plus im dritten Quartal 2018 war vor allem der stärkere Konsum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Juli bis Ende September auf Quartalssicht um 1,0 Prozent, wie die Statistikbehörde mitteilte. Im zweiten Quartal war das BIP um 0,4 Prozent gewachsen. Binnen Jahresfrist hat die griechische Wirtschaft im dritten Quartal um 2,2 Prozent zugelegt.

Dies ist das neunte Quartal in Folge, in dem die Wirtschaft des Landes wächst. Nach dem Haushaltsentwurf soll sich das Wachstum 2018 auf 2,1 Prozent belaufen. Für das nächste Jahre rechnet die Regierung um Ministerpräsident Alexis Tsipras sogar mit einer um 2,5 Prozent höheren Wirtschaftsleistung. Da ist jedoch deutlich optimistischer als die Annahmen der EU-Kommission.

Griechenland hat sein achtjähriges Rettungsregime im August beendet. Von seinen EU-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds hatte Athen seit 2010 Hilfen in Höhe von rund 280 Milliarden Euro erhalten. Das Land ist mit 180 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung verschuldet und hat damit die höchste Quote in der Euro-Zone.

Die Wirtschaft kehrte im vergangenen Jahr zum Wachstum zurück, nachdem sie den größten Teil des vergangenen Jahrzehnts in der Rezession verbracht hatte. Seit Beginn der Rezession im Jahr 2008 ist das griechische BIP um mehr als ein Viertel geschrumpft, während die Arbeitslosenquote 27,5 Prozent erreicht hat.

Die EU-Kommission lobte die Regierung in Athen zuletzt für ihre Haushaltsdisziplin, die Brüssel beispielsweise in Italien vermisst. Sie traut der griechischen Wirtschaft für 2018 rund zwei Prozent Wachstum zu. Für die beiden Folgejahre wird ein Plus in derselben Höhe veranschlagt - vorausgesetzt, die Regierung bleibt auf Reformkurs. Brüssel geht davon aus, dass das Land dann die Früchte seiner Strukturveränderungen ernten kann und zusehends attraktiver für Investoren wird.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts/DJ

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