Wirtschaft

Norwegian Air ändert Haltung Großbritannien schließt Luftraum für 737 Max

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Boeing-Maschinen des Modells Boeing 737 Max dürfen in Großbritannien nicht mehr fliegen.

(Foto: REUTERS)

Zwei Tage nach dem Absturz einer 737 Max in Äthiopien wachsen Zweifel an der Flugtauglichkeit des neuen Boeing-Modells. Als erstes europäisches Land zieht nun Großbritannien Konsequenzen aus dem Unglück. Und auch Norwegian Air korrigiert seine bisherige Linie.

Nach dem Absturz einer Boeing 737 Max in Äthiopien hat Großbritannien seinen Luftraum für Maschinen dieses Typs geschlossen. Die britische Luftfahrtbehörde teilte mit, sie habe vorsorglich verfügt, alle kommerziellen Flüge von allen Airlines zu untersagen, die im Vereinigten Königreich landen, starten oder das Land überfliegen. Die Anordnung werde bis auf Weiteres in Kraft sein, hieß es.

Die Behörde betonte, sie stehe in engem Kontakt mit der europäischen Luftaufsicht EASA. Derzeit nutzen fünf Maschinen des Typs 737 Max Flugbasen in Großbritannien. Aufgrund der Empfehlungen der Behörde lässt auch die norwegische Fluggesellschaft Norwegian nun ihre Boeing-Flugzeuge des Typs 737 Max 8 am Boden. Man entschuldige sich bei den betroffenen Kunden. Die Sicherheit von Fluggästen und Besatzungsmitgliedern werde aber niemals in Gefahr gebracht, teilte die Billig-Airline mit. Norwegian verfügt laut seiner Webseite über 18 Maschinen des Typs. Insgesamt haben die Norweger demnach rund 160 Maschinen in ihrer Flotte

Boeing
Boeing 361,73

Vor Großbritannien haben bereits mehrere Länder den Einsatz des betroffenen Flugzeugtyps untersagt oder eingeschränkt. Neben Australien haben unter anderem Singapur und Malaysia den Betrieb auf ihrem Gebiet verboten. Die indische Luftfahrtbehörde DGCA schreibt ab sofort eine Flugerfahrung von mindestens 1000 Stunden für Piloten des Flugzeugtyps vor. 

Bei dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 von Äthiopiens nationaler Fluggesellschaft Ethiopian Airlines waren am Sonntag auf dem Weg in die kenianische Hauptstadt Nairobi kurz nach dem Start in Addis Abeba 149 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Unter den Opfern waren dem Auswärtigen Amt zufolge fünf Deutsche. Im Oktober waren beim Absturz einer baugleichen Maschine der Fluglinie Lion Air in Indonesien 189 Menschen gestorben.

Quelle: n-tv.de, jpe/jwu/dpa

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