Wirtschaft

Aktie schießt nach oben H&M lässt Anleger aufatmen

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Statt zurück, geht es mit dem Vorsteuergewinn bei H&M nach oben.

(Foto: REUTERS)

Die Modekette H&M sorgt mit einem überraschenden Plus beim Vorsteuergewinn für Aufsehen an der Börse. Denn das gelingt trotz zunehmenden Wettbewerbsdrucks und steigender Kosten. Anleger sind begeistert.

Die H&M-Aktie sorgt für Furore: Obwohl die schwedische Modekette im abgelaufenen Geschäftsjahr unterm Strich elf Prozent weniger verdient hat, waren ihre Wertpapiere bei Anlegern begehrt. Mehr als sechs Prozent ging es an der Stockholmer Börse auf 251,40 Kronen nach oben.

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Denn bei genauem Hinsehen zeigte sich: Der Vorsteuergewinn von H&M fiel überraschend positiv aus. Nach fünf Quartalen in Folge mit Rückgängen stieg dieser von September bis November um mehr als drei Prozent auf umgerechnet 783 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten im Vorfeld jedoch mit einem Minus von zwei Prozent gerechnet.

Denn den Schweden macht seit längerem der scharfe Wettbewerb bei günstiger Bekleidung zu schaffen. Anleger waren über das unerwartete Plus deshalb hocherfreut. Zudem zeigt sich, dass sich die Investitionen in das boomende Internetgeschäft für den Mode-Einzelhändler mehr und mehr bezahlt machen.

Inditex mit Europa-Produktion im Vorteil

Dennoch: Der Rivale des weltgrößten Textileinzelhändlers Inditex kämpfte im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut mit heftigem Gegenwind. Die Nachfrage fiel geringer aus als erwartet, H&M senkte die Preise. Zugleich trieb der starke Dollar die Kosten nach oben. Die Schweden lassen ihre Ware vor allem in Asien fertigen und bezahlen ihre Lieferanten in der US-Währung. Hier ist die Zara-Mutter Inditex im Vorteil, weil die Spanier vor allem in Europa produzieren.

Das Onlinegeschäft habe sich aber sehr positiv entwickelt, sagte H&M-Chef Karl-Johan Persson. Um den steigenden Internet-Verkäufen besser gerecht zu werden, richten die Schweden deshalb ihr Wachstumsziel neu aus. Angepeilt werde, künftig den Umsatz pro Jahr um zehn bis 15 Prozent zu steigern. Bisher bezog sich das Wachstumsziel auf die Zahl neuer Filialen und ließ damit die im Internet getätigten Einkäufe außen vor.

Im Januar lag das Umsatzplus ohne Währungseffekte bei rund elf Prozent. Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Zuwachs auf sieben Prozent.

Quelle: ntv.de, kst/rts

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