Wirtschaft

Kurz vor Halbjahreszahlen HSBC-Chef Flint tritt zurück

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John Flint ist nicht mehr HSBC-Chef.

(Foto: REUTERS)

Vollkommen überraschend, aber wohl "im Einvernehmen", räumt der bisherige HSBC-Chef Flint seinen Posten. Er war erst im Februar 2018 an die Spitze von Europas größter Bank gerückt.

Der Vorstand der britischen Großbank HSBC, John Flint, ist zurückgetreten. Das teilte die Bank mit. Der Aufsichtsrat bat den Leiter der Welthandelsabteilung, Noel Quinn, den Posten vorerst zu übernehmen. Zu den Gründen von Flints Rücktritt wenige Stunden vor Bekanntgabe der Halbjahresbilanz der Bank hieß es lediglich, der Schritt sei "im Einvernehmen" mit dem Aufsichtsrat erfolgt.

Flint hatte das Ruder der größten europäischen Bank im Februar 2018 vom langjährigen Chef Stuart Gulliver übernommen und den Konzern auf Wachstum ausgerichtet. Bis 2020 will die Bank 15 bis 17 Milliarden US-Dollar investieren, um ihr Geschäft weiter zu stärken. Das Geld soll vor allem nach Asien und in neue Technologien fließen.

Im ersten Quartal hatten glänzende Geschäfte in Asien der Bank einmal mehr einen Milliardengewinn beschert. In den ersten drei Monaten des Jahres war der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern um knapp zehn Prozent auf 6,35 Milliarden Dollar gestiegen, wie die Bank mitteilte. Mit etwas mehr als fünf Milliarden Dollar kam dabei der Löwenanteil aus Asien.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa