Wirtschaft

Alu-Konzern im Handbetrieb Hacker greifen Norsk Hydro an

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Norsk Hydro beschäftigt 34.000 Menschen.

(Foto: imago/Xinhua)

Alarm in der Konzernzentrale in Oslo: Unbekannte Angreifer dringen in das Datennetz des Rohstoffriesen Norsk Hydro ein. Norwegens größter Aluminiumhersteller muss auf Notbetrieb umstellen. Teile der Produktion werden vorerst manuell gesteuert.

Der norwegische Aluminiumkonzern Norsk Hydro ist eigenen Angaben zufolge Ziel eines massiven Cyberangriffs geworden. Die Attacke habe weite Teile des Geschäfts beeinträchtigt, teilte das Unternehmen mit.

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Der Hackerangriff habe einen "erheblichen Umfang" und habe in den frühen Morgenstunden begonnen, erklärte ein Norsk-Hydro-Sprecher.  "Die IT-Systeme in den meisten Geschäftsfeldern sind betroffen." So weit es möglich sei, habe das Unternehmen "auf manuellen Betrieb" umgestellt. Derzeit arbeite man daran, die Attacke einzugrenzen und zu neutralisieren. Das ganze Ausmaß des Angriffs sei noch nicht abzusehen. Die Internetseiten des Konzerns sind derzeit nicht zu erreichen.

Wechsel an der Spitze

Wer hinter dem Angriff steckt, ist noch vollkommen unklar. Details zur Vorgehensweise der Täter liegen noch nicht vor. Norsk Hydro ist einer der wichtigsten Alu-Produzenten der Welt und zählt zu den größten Unternehmen Norwegens. Das an der Börse in Oslo gelistete Rohstoffschwergewicht kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von umgerechnet gut elf Milliarden Euro. Norsk Hydro beschäftigt weltweit rund 34.000 Menschen.

Erst zu Wochenbeginn hatte Norsk Hydro einen Wechsel an der Spitze bekannt gegeben. Die 61-jährige Hilde Merete Aasheim werde Anfang Mai Nachfolgerin des bisherigen Konzernchefs Svein Richard Brandtzaeg, der mit 61 Jahren in den Ruhestand gehe, hieß es.

Aasheim ist seit 2008 Leiterin der Sparte Primärmetalle. Zuvor war sie auch bei Elkem und Statoil tätig. Brandtzaeg hat insgesamt 33 Jahre für den Konzern gearbeitet. Er soll bis Ende 2019 für Norsk Hydro tätig sein und die neue Chefin beraten.

Quelle: n-tv.de, mmo/DJ

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