Wirtschaft
T-Mobile-Chef John Legere ist "richtig verärgert".
T-Mobile-Chef John Legere ist "richtig verärgert".(Foto: Invision for T-Mobile)
Freitag, 02. Oktober 2015

15 Millionen komplette Datensätze: Hacker stehlen T-Mobile-Kundendaten

Mehr als zwei Jahre lang zapfen Hacker unbemerkt die Daten eines Dienstleisters der US-Telekomtocher T-Mobile an. Die persönlichen Daten von Passnummern bis zu Adressen sind zwar verschlüsselt. Doch das schützt offenbar nicht vor Missbrauch.

Die Telekom-Tochter T-Mobile US hat eingeräumt, Opfer einer heftigen Cyber-Attacke geworden zu sein. Über einen Angriff auf den Dienstleister Experian, der die Kreditwürdigkeit von Kunden checkt, seien die Daten von etwa 15 Millionen Menschen erbeutet worden, teilte T-Mobile-Chef John Legere mit. Der Diebstahl habe von Anfang September 2013 bis Mitte vergangenen Monats angedauert.

Der amerikanische Mobilfunk-Anbieter hat knapp 59 Millionen Kunden. Dabei seien komplette Datensätze mit Namen, Geburtstagen und Adressen entwendet worden. Auch Angaben zu sehr sensiblen Informationen wie Sozialversicherungs-, Führerschein- und Reisepassnummern seien von dem Hack betroffen. Diese Daten seien zwar verschlüsselt gewesen, allerdings könne dieser Schutz geknackt worden sein. Daten von Bankkonten und Kreditkarten seien nicht gestohlen worden.

"Ganz offensichtlich bin ich richtig verärgert", sagte T-Mobile-Chef John Legere. Die Geschäftsbeziehung mit Experian werde überprüft. Der Dienstleister teilte mit, der Vorfall sei bereits Mitte September entdeckt worden.

Immer wieder sind große Unternehmen Ziel von Hacker-Angriffen. Hierzu gehörten in den vergangenen Jahren unter anderem Ebay, Sony, die US-Bank JP Morgan oder der amerikanische Einzelhändler Target.

Quelle: n-tv.de

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