Wirtschaft

Rettung gescheitertHerrenausstatter Wormland wird abgewickelt

28.01.2026, 18:04 Uhr
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In zwei der acht Läden soll nun die noch vorhandene Ware verkauft werden. (Foto: picture alliance / Snowfield Photography)

Die Interessenten waren da, aber die Fragezeichen blieben zu groß. Vor allem die Mietsituation schreckt potenzielle Käufer am Ende ab. Nun werden die acht noch verbliebenen Wormland-Läden nach und nach geschlossen. Für die 250 Beschäftigten bedeutet dies das Aus.

Die Rettung des insolventen Herrenausstatters Wormland ist gescheitert. Allen rund 250 Mitarbeitenden und den Vermietern der Ladenflächen müsse gekündigt werden, teilte der Insolvenzverwalter Stephan Michels mit. Der vorläufige Gläubigerausschuss habe als entscheidende Instanz die Schließung von Wormland beschlossen.

Das Amtsgericht Osnabrück habe nun das Insolvenzverfahren über die Theo Wormland GmbH eröffnet. Die bestehenden acht Filialen werden nicht mehr geöffnet – mit Ausnahme von Hannover und Oberhausen. Über diese beiden Standorte soll der Abverkauf der bestehenden Warenbestände erfolgen.

Das Unternehmen, das erst ein Jahr zuvor aus einer Insolvenz gerettet worden war, hatte im November beim Amtsgericht Osnabrück erneut Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Grund für die Schieflage war vor allem die anhaltende Kaufzurückhaltung bei Herrenmode, hieß es damals. Der laufende Betrieb wurde zunächst fortgesetzt, die Mitarbeiter erhielten Insolvenzgeld der Arbeitsagentur.

Nach Angaben des Insolvenzverwalters hatte es danach bei der Investorensuche auch mehrere Interessenten gegeben, die Angebote vorlegten. Allerdings sei keines davon annahmefähig gewesen. Hauptgrund sei die nicht gelöste Mietsituation gewesen. Soweit bekannt, habe es keine Einigungen zwischen den Interessenten und den Vermietern für die Übernahme aller oder einzelner Mietverhältnisse gegeben. Das Risiko sei den Gläubigern am Ende zu hoch gewesen.

Ein Abwicklungsteam werde nun die Schließung von Wormland organisieren. Soweit bestehende oder neu hinzukommende Interessenten sich doch mit den Vermietern der Filialen einigen, könnten aber weiterhin Gespräche zur Übernahme der Standorte geführt werden, so der Insolvenzverwalter.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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