Wirtschaft

Fitschen wird Aufsichtsratschef Hohe Mieteinnahmen treiben Vonovia-Gewinn

100439006.jpg

Vonovia ist vor allem durch Großübernahmen von Rivalen wie Gagfah, Süddeutsche Wohnen und Franconia gewachsen.

picture alliance / Roland Weihra

Deutschland größter Wohnungskonzern Vonovia verdient dank höherer Mieteinnahmen und gesunkener Finanzierungskosten deutlich mehr. Auch Milliarden-Zukäufe tragen zum guten Ergebnis bei. Ab Mai bekommt der Immobilienriese zudem einen neuen Chefaufseher.

Steigende Mieteinnahmen und der Milliarden-Zukauf des österreichischen Konkurrenten Conwert haben Deutschlands größtem Immobilienkonzern Vonovia 2017 einen Gewinnsprung gebracht. Zudem profitierten die Bochumer von einem hochwertigeren Wohnungsbestand und Dienstleistungen rund um Gebäude. Das Betriebsergebnis erhöhte sich im vergangenen Jahr um gut ein Fünftel auf 920,8 Millionen Euro, wie das Dax-Unternehmen mitteilte. Das Management will die Dividende je Aktie nun wie geplant auf 1,32 Euro anheben.

Vonovia SE
Vonovia SE 42,02

Vonovia - der früheren Deutschen Annington - gehören bundesweit knapp 347.000 Wohnungen. Der Immobilienkonzern ist vor allem durch Großübernahmen von Rivalen wie Gagfah, Süddeutsche Wohnen und Franconia gewachsen. Im vergangenen Jahr kam der Wiener Immobilienkonzern Conwert hinzu. Die Mieteinnahmen stiegen im vergangenen Jahr um gut 8 Prozent auf 1,67 Milliarden Euro. Die Aufwendungen für die Instandhaltung und Modernisierung kletterten gleichzeitig auf 1,1 Milliarden Euro - das war ein Drittel mehr als 2016. Der Leerstand war weiter gering.

Ex-Deutsche-Bank-Boss kommt

Vonovia hatte zudem mitgeteilt, dass der ehemalige Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, künftig den Aufsichtsrat leiten soll. Der Manager solle das Amt im Anschluss an die Hauptversammlung am 9. Mai übernehmen und damit die Nachfolge von Edgar Ernst antreten.

Ernst hatte den Vorsitz im September 2017 nach dem Rücktritt von Wulf Bernotat für den Zeitraum bis zum nächsten Aktionärstreffen vorübergehend übernommen. Fitschen hatte seit Juni 2012 gemeinsam mit dem Investmentbanker Anshu Jain die Führung der Deutschen Bank inne. Jain musste im Juli 2015 John Cryan weichen, Fitschen blieb als Co-Vorstandsvorsitzender noch bis zum Ablauf der Hauptversammlung Mitte Mai 2016 im Amt und arbeitet seither als Berater für Deutschlands größtes Geldhaus. Daneben leitet er den Aufsichtsrat des Handelsunternehmens Ceconomy.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

Mehr zum Thema