Wirtschaft

Delisting vorbereitet Hornbach will Börse den Rücken kehren

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167 Baumarkt-Filialen betreibt Hornbach in Europa.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die Hornbach-Baumärkte sollen von den Kurszetteln der Anleger verschwinden. Zu gering sei der Streubesitz und der erforderliche Finanzierungsbedarf könne allein gestemmt werden, lässt die Holding wissen. Aktionäre können nun Abfindungsangebot prüfen.

Hornbach will die Baumarkt-Tochter im kommenden Jahr von der Börse nehmen. So soll die Struktur verschlankt werden. Zu diesem Zweck haben die Hornbach Holding und die Hornbach Baumarkt AG laut Mitteilung eine Delisting-Vereinbarung abgeschlossen. Im Zuge dessen will die Holding den Aktionären der Baumarktkette anbieten, ihre Aktien für 47,50 Euro in bar je Aktie der Hornbach AG abzukaufen.

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Den Angaben zufolge hält die Hornbach Holding derzeit 24.285.062 Aktien der Hornbach Baumarkt AG beziehungsweise rund 76,4 Prozent ihres Grundkapitals. Das Angebot entspreche einer Prämie von 13,8 Prozent auf den Schlusskurs der Hornbach-Baumarkt-Aktie vom 17. Dezember.

Der niedrige Streubesitz führe zu einer geringen Liquidität der Aktien, so dass das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen keine angemessene Bewertung des Unternehmens widerspiegele, erklärte das Unternehmen. Zudem könne die Hornbach Holding eine ausreichende Kapitalisierung sicherstellen, so dass eine eigene Börsennotierung nicht nötig sei.

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Die Baumarktkette unterstütze das Angebot und werde einen Antrag auf Widerruf der Zulassung der Aktien zum Handel im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse stellen. Voraussichtlich spätestens Ende Januar sollen die Angebotsunterlagen nach Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht veröffentlicht werden, der Börsenrückzug spätestens Anfang März vollzogen werden.

Im dritten Quartal steigerte die Holding den Umsatz um 2,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen beim Umsatz mit einem Plus von zwei bis sieben Prozent, der bereinigte Betriebgewinn dürfte bei 330 bis 380 Millionen Euro liegen. Zum 30. November 2021 betrieb das Unternehmen insgesamt 167 Filialen und Onlineshops in neun europäischen Ländern.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ/rts/dpa

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