Wirtschaft

Sparplan des Mutterkonzerns HypoVereinsbank streicht jede zehnte Stelle

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Die Zahl der Mitarbeiter bei der HypoVereinsbank ist in den letzten Jahren bereits gesunken.

(Foto: imago/Joko)

Die italienische Großbank UniCredit schließt zahlreiche Filialen und baut Personal ab. Europaweit fallen Tausende Jobs weg. Der Umbau trifft auch die deutsche Tochter HypoVereinsbank, die nun noch weiter schrumpft. Eine Einigung mit dem Betriebsrat verhindert zumindest sofortige Stellenstreichungen.

Die HypoVereinsbank (HVB) baut in Deutschland in den nächsten Jahren mehr als jeden zehnten Arbeitsplatz ab. Die Zahl von zuletzt 12.200 Mitarbeitern werde in den kommenden zehn Jahren um knapp 1300 sinken, bestätigte ein Sprecher der UniCredit-Tochter in München. Darauf habe man sich mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt.

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"Die HypoVereinsbank hat eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat geschlossen, mit der wir 10.918 Vollzeitkräfte in der HypoVereinsbank inklusive Töchter bis Ende 2030 garantieren", sagte der Sprecher.

Die Streichungen sind Teil des Abbauprogramms der italienischen Muttergesellschaft, die bis 2023 konzernweit 8000 Stellen streichen will, wie UniCredit-Chef Jean Pierre Mustier Anfang der Woche angekündigt hatte. Der Löwenanteil davon - bis zu 6000 - entfällt nach Gewerkschaftsangaben auf Italien, der Rest auf Deutschland und Österreich.

Die HVB hat bereits mehrere Sparrunden hinter sich. In den vergangenen drei Jahren sank die Zahl der Vollzeitstellen um gut 2400. Ende 2016 hatte die Bank noch mehr als 14.700 Mitarbeiter. Wie in der Vergangenheit sollen betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Der Abbau solle über natürliche Fluktuation und Vorruhestandsregelungen erfolgen, sagte der Sprecher.

Quelle: ntv.de, hul/rts