Wirtschaft

Kein Durchbruch bei Tarifrunde IG Metall beginnt mit Warnstreiks

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Die Gesprächspartner in Neuss sehen keine Verhandlungsbasis mehr.

(Foto: dpa)

In der Metall- und Elektronikindustrie stehen die Zeichen auf Streik. Arbeitgeber und Gewerkschaft können sich bei ihren Verhandlungen in Neuss nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen. Die Offerte der Arbeitgeber weisen die Metaller als "Provokation" zurück.

In der Metall- und Elektroindustrie beginnen in der Nacht zum Freitag Warnstreiks. Die nordrhein-westfälische IG Metall lehnte in der dritten Verhandlungsrunde der Tarifgespräche in Neuss ein neues Angebot der Arbeitgeber ab, das unter anderem eine Erhöhung der Entgelte in zwei Schritten um insgesamt 2,1 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten vorsah. Zudem boten die Arbeitgeber eine Einmalzahlung in Höhe von 0,3 Prozent an.

Die Offerte sei "eindeutig zu gering, um zu einer Lösung zu kommen", sagte der Verhandlungsleiter der Gewerkschaft, Knut Giesler. Mit Ende der Friedenspflicht um Mitternacht würden nun Warnstreiks beginnen, die auch in der kommenden Woche fortgesetzt würden. Gebe es bis Pfingsten keine Lösung, werde die Gewerkschaft dann mit 24-stündigen Streiks antworten.

Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn für die bundesweit rund 3,8 Millionen Beschäftigten der Branche.

Quelle: ntv.de, ppo/rts