Wirtschaft

Vage Aussagen zu Streiks IG Metall kündigt bei Siemens "Krawall" an

Siemens will knapp 7000 Jobs streichen. Schlecht laufende Geschäfte im Kraftwerks- und Antriebsbereich führt der Dax-Konzern als Grund an. Die IG Metall sieht das anders und geht auf Konfrontationskurs.

Die IG Metall hat Widerstand gegen den massiven Stellenabbau beim Siemens-Konzern angekündigt. Gewerkschaftschef Jörg Hofmann sagte der "Süddeutschen Zeitung", seine Organisation werde "nun ordentlich Krawall machen". Der Konzern solle über Investitionen Jobs schaffen. "Wir werden die Beschäftigten ganz bestimmt nicht allein ihrem Schicksal überlassen", sagte Hofmann weiter.

Siemens
Siemens 87,28

Vage blieb Hofmann bei der Frage, ob es zu Streiks bei dem Konzern komme. "Streik bleibt immer das letzte Mittel", sagte er der Zeitung.

Siemens hatte angekündigt, weltweit 6900 Stellen abzubauen, davon 870 in Berlin. Der Konzern reagiert damit auf schlechter laufende Geschäfte in der Kraftwerks- und Antriebstechnik. Im Lauf des Tages wollen rund 2500 Mitarbeiter in Berlin gegen die Pläne demonstrieren. Erwartet wird auch SPD-Chef Martin Schulz.

Hofmann äußerte sich auch zur Tarifrunde für die knapp vier Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie. Obwohl die Verhandlungen erst Mitte November begonnen haben und die Friedenspflicht noch bis Ende Dezember läuft, räumte er ein, dass seine Gewerkschaft schon jetzt die Warnstreiks plant. "Das gibt's natürlich", sagte er. Dies sei kein Ritual, "sondern wir brauchen den Druck".

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

Mehr zum Thema