Wirtschaft

Gigantischer Preisanstieg IWF erwartet Millionen-Inflation für Venezuela

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Eine Mann in Venezuela zählt sein Geld.

(Foto: REUTERS)

Der Internationale Währungsfonds sagt für Venezuela eine Inflation von 1,37 Millionen Prozent voraus. Für das kommende Jahr sieht die Prognose sogar noch düsterer aus.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) bescheinigt der Wirtschaft von Venezuela praktisch den totalen Kaufkraftverlust. Die Preissteigerung betrage am Ende des laufenden Jahres 1,37 Millionen Prozent, heißt es im Weltwirtschaftsbericht des Fonds. Für das nächste Jahr prognostiziert der IWF gar Preisanstiege von zehn Millionen Prozent.

Zum Vergleich: Insgesamt bewegt sich der Preisanstieg in Lateinamerika bei rund sechs Prozent, im Krisenland Argentinien bei mehr als 30 Prozent. Westliche Volkswirtschaften streben in der Regel eine Zielmarke von etwa zwei Prozent an, um Preisstabilität zu gewährleisten. Die IWF-Prognose für Venezuela wird von einigen Volkswirten kritisiert, weil eine Hyperinflation dieser Größenordnung kaum akkurat vorhergesagt werden könne.

Venezuela ist das ölreichste Land der Welt. Doch die völlige Abhängigkeit der Volkswirtschaft von den Ölvorkommen sowie die Politik von Päsident Nicolás Maduro und seinem Vorgänger Hugo Chávez haben das Land in ein wirtschaftliches Chaos gestürzt. Die Wirtschaftsleistung Venezuelas schrumpft dem IWF zufolge im dritten Jahr in Folge um einen zweistelligen Prozentsatz, in diesem Jahr um 18 Prozent nach 14 Prozent im Vorjahr.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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