Wirtschaft

Deutsche Wirtschaft unter Druck Ifo-Index sinkt auf niedrigsten Wert seit 2014

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Im ersten Quartal hatte das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent zugelegt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Anders als bei den Verbrauchern ist die Stimmung in den deutschen Führungsetagen eher trüb. Zuletzt rauschen die Konjunkturerwartungen in den Keller. Auch die Wirtschaftsleistung soll im laufenden Quartal schrumpfen - kommt es zu einer Rezession?

Während die Bundesbürger zuletzt weiter optimistisch in die Zukunft blicken, trübt sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft im Juni ein. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf 97,4 Punkte von 97,9 Zählern, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte.

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Das ist der niedrigste Wert seit November 2014. Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 97,2 Punkte gerechnet. "Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich weiter abgekühlt", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage besser, die Aussichten für die kommenden sechs Monate hingegen schlechter.

Angesichts der Zollkonflikte, der Gefahr eines harten Brexits sowie wachsender Spannungen zwischen den USA und dem Iran rauschten auch die Konjunkturerwartungen der Börsianer zuletzt in den Keller. Vergangene Woche sank der entsprechende ZEW-Index zum zweiten Mal in Folge und deutlicher als erwartet auf den tiefsten Stand seit November 2018.

Das Ifo-Institut rechnet für das laufende Quartal zudem mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung. Es befürchtet allerdings keine Rezession - also zwei Quartale in Folge mit zurückgehender Wirtschaftsleistung. Im ersten Quartal hatte das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent zugelegt.

Quelle: n-tv.de, jki/rts

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