Wirtschaft

Endlich Urlaub!? "Im Sommer können wir wieder reisen"

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Je näher man dem Sommer komme, desto stabiler werde die Situation sein, sagt Trivago-Chef Hefer.

(Foto: imago/Rüdiger Wölk)

Die Reisebranche ist von der Pandemie mit am härtesten betroffen. Trivago-Chef Axel Hefer ist trotzdem optimistisch, dass es bald wieder losgeht und die Kassen wieder klingeln werden. Das Reiseverhalten der Urlaubshungrigen wird sich seiner Ansicht nach aber auch dauerhaft verändern.

Reisewarnungen, Grenzschließungen, Kontaktbeschränkungen - der Tourismus zählt zu den von der Pandemie am härtesten getroffenen Wirtschaftszweigen. Dennoch ist Axel Hefer, seit Ende 2019 CEO beim Düsseldorfer Reiseunternehmen Trivago, überzeugt: "Der Reisemarkt wird zurückkommen. Egal mit wem man spricht, egal welche Marktforschungsstudie man anschaut, Reisen ist immer ganz oben auf der Liste", sagt er im Podcast "Die Stunde Null".

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Axel Hefer ist seit Ende 2019 CEO beim Düsseldorfer Reiseunternehmen Trivago.

(Foto: imago/Team 2)

Je näher man dem Sommer komme, desto stabiler werde die Situation sein. "Ich gehe fest davon aus, dass lokal gereist wird." Hoffnung habe er auch bei Urlaubszielen innerhalb des jeweiligen Kontinents, lediglich bei Fernreisen sieht er weiterhin Schwierigkeiten: "Die sind, wenn überhaupt, ganz vereinzelt vorstellbar, denn da ist die Komplexität ja noch deutlich größer."

Angesichts massiver Umsatzeinbrüche von bis zu 90 Prozent reagierte das Unternehmen, das zum US-amerikanischen Online-Reisebüro Expedia gehört, bereits im April mit massiven Entlassungen: Rund ein Viertel der über 1200 Mitarbeiter musste gehen. "So einen Schritt dann vor leerem Raum mit einer Fernsehkamera zu verkünden, gerade wenn man eine Kultur hat, wo es sehr stark auf das Miteinander ankommt, das war wirklich furchtbar", sagt der 43-Jährige.

Vor wenigen Tagen hat Trivago seine Zahlen für 2020 veröffentlicht. Der Umsatz ist demnach um 70 Prozent auf 249 Millionen eingebrochen - und lag damit fast gleichauf mit dem Verlust, der für das vergangene Jahr 245 Millionen Euro betrug.

Dank der Anpassung und einer soliden Kapitalstruktur, so Hefer, sei das Unternehmen bisher allerdings gut durch die Pandemie gekommen. "Es gibt immer mal Krisen. Genau für solche Situationen hat man Rücklagen. Die bildet man ja gerade für schlechte Zeiten. Deswegen mache ich mir da eigentlich keine Sorgen. Wir haben genug Liquidität."

Hören Sie in der neuen Folge von "Die Stunde Null":

  • Welche dauerhaften Veränderungen Axel Hefer für die Reisebranche vorhersagt
  • Warum er sich von Internetriesen wie Google nicht bedroht fühlt
  • Wie Axel Hefer Homeoffice und Kinderbetreuung unter einen Hut bringt

Alle Folgen finden Sie direkt bei Audio Now, Apple oder Spotify oder via Google.

Quelle: ntv.de, ddi

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