Wirtschaft

Schwierige neun Monate Innogy verzeichnet Gewinneinbruch

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Die Konzernziele bleiben bestehen.

(Foto: picture alliance / Rolf Vennenbe)

Kurz vor seiner Zerschlagung wartet die RWE-Grünstromtochter mit unbefriedigenden Zahlen auf. Der Gewinn sackt kräftig ab. Grund sind unter anderem niedrigere Renditen bei den Gasnetzen. Auch der extreme Sommer spielt eine Rolle.

Stillstehende Windräder und niedrigere Renditen bei den Gasnetzen haben dem Energieversorger Innogy zu schaffen gemacht. Nach den ersten drei Quartalen des Jahres musste die RWE-Grünstromtochter einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses hinnehmen.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um elf Prozent auf 1,87 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der bereinigte Überschuss ging von 978 Millionen auf 721 Millionen Euro zurück.

Der extreme Sommer hat auch die Konkurrenten EnBW und Verbund belastet. Bei Innogy kamen im Vertrieb noch der Wegfall positiver Einmaleffekte aus 2017 in Deutschland und ein unerwarteter Anstieg der Rohstoffkosten infolge kalter Witterung in den Niederlanden im ersten Quartal hinzu. "Der kontinuierlich steigende Wettbewerb stellt unser Vertriebsgeschäft weiterhin vor große Herausforderungen", erklärte Finanzvorstand Bernhard Günther. Er sah sich gezwungen, die Gewinnziele für die Sparten Vertrieb und erneuerbare Energien zu senken.

Marke Innogy verschwindet 2019

Das Unternehmen bekräftigte trotz der Durststrecke seine Konzernziele für das Gesamtjahr. Der Vorstand peilt weiter ein bereinigtes operatives Ergebnis von rund 2,7 Milliarden Euro und ein bereinigtes Nettoergebnis von über 1,1 Milliarden Euro an. Von Letzterem will Innogy unverändert 70 bis 80 Prozent als Dividende ausschütten.

Innogy wird bis Ende nächsten Jahres zerschlagen und unter RWE und Eon aufgeteilt. Wie Eon am Montag mitteilte, wird die Marke Innogy verschwinden. Aktuell kämpft der Konzern mit Problemen bei der geplanten Fusion seiner defizitären Tochter Npower mit dem Kundengeschäft des schottischen Versorgers SSE. Möglicherweise sind zusätzliche Finanzierungsbeiträge durch jede Partei erforderlich, weil sich das Marktumfeld verschlechtert hat.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ

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