Ölexporte sollen steigenInsider: Saudi-Arabien sorgt für Militärschlag gegen Iran vor

Sollten die USA das Mullah-Regime angreifen, will Saudi-Arabien daraus wirtschaftlichen Nutzen ziehen. Insider berichten, dass Riad einen Notfallplan erstellt hat, um die eigenen Ölexporte anzukurbeln. Es wäre nicht das erste Mal. Ähnlich denkt man im Kreis der Opec+.
Saudi-Arabien bereitet sich Insidern zufolge mit einer höheren Ölförderung und gesteigerten Exporten auf einen möglichen US-Militärschlag gegen den Iran vor. Dies sagten zwei mit dem entsprechenden Notfallplan vertraute Personen gegenüber Reuters. Der Plan ähnelt dem Vorgehen aus dem Jahr 2025. Damals hatte das Königreich seine Ölexporte erhöht, als die USA iranische Atomanlagen angriffen. Die saudi-arabische Regierung kommentierte den Bericht nicht.
Der Iran, der mehr als drei Prozent des weltweiten Öls fördert, hat für den Fall eines Angriffs mit Vergeltung gedroht. Dies könnte auch andere Ölflüsse aus dem Nahen Osten gefährden, von denen viele durch die strategisch wichtige Straße von Hormus laufen. US-Präsident Donald Trump hatte einen Angriff auf den Iran nicht ausgeschlossen. Er will die Führung in Teheran zu einem Abkommen zur Eindämmung des Atom- und Raketenprogramms bewegen. Die USA haben in den vergangenen Wochen eine große Militärpräsenz in der Region aufgebaut.
Opec+ will mehr Öl fördern
Das Ölkartell Opec+ erwägt Insidern zufolge eine Anhebung ihrer Ölförderung um 137.000 Barrel pro Tag für April. Damit würde eine dreimonatige Pause bei der Ausweitung der Produktion enden, sagten drei mit den Überlegungen vertraute Personen Reuters. Als Gründe gelten die Vorbereitung auf die Nachfragespitze im Sommer und die steigenden Preise infolge der Spannungen zwischen den USA und dem Opec-Mitglied Iran. Acht Opec+-Produzenten, darunter Saudi-Arabien, Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate, treffen sich am 1. März zu Beratungen.
Eine höhere Förderung würde es Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ermöglichen, Marktanteile zurückzugewinnen. Andere Opec+-Mitglieder wie Russland und der Iran sind derzeit mit westlichen Sanktionen konfrontiert. Die Förderung Kasachstans erholt sich zudem gerade erst von einer Reihe von Rückschlägen.