Wirtschaft

Neue Chip-Fabrik Intel plant offenbar Mega-Investition in Magdeburg

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Der Chip-Hersteller will diesen Dienstag mehr über seine Expansionspläne in Europa bekanntgeben.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Trotz der aktuellen Chip-Krise befindet sich Intel auf Expansionskurs. Der US-Konzern will Milliardensummen in den Standort Europa investieren. Dabei sollen auch Werke in Magdeburg entstehen. Die genauen Pläne will der Chip-Hersteller in Kürze bekanntgeben.

Der US-Chipkonzern Intel wird sich in Magdeburg ansiedeln. Insidern zufolge erhält die sachsen-anhaltische Hauptstadt den Zuschlag für eine milliardenschwere Chipfabrik und sticht damit unter anderen Dresden aus. Ihr winkt dadurch ein großer Batzen der insgesamt bis zu 80 Milliarden Euro, die Intel früheren Angaben zufolge in Europa investieren will. Neben Deutschland dürften in Europa noch Frankreich und Italien mit neuen Intel-Standorten bedacht werden - konkret geht es um ein Designzentrum und eine Montagefabrik.

Das US-Unternehmen will am morgigen Dienstag seine weiteren Pläne für Europa bekannt geben. Firmenchef Pat Gelsinger werde über Investitionen sowohl in den Ausbau von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (R&D) als auch in die Erweiterung von Fertigungskapazitäten sprechen, kündigte Intel an. Dadurch würden die steigende Nachfrage nach modernen Halbleiterprodukten bedient und eine robuste, global diversifizierte Lieferkette gestärkt, hieß es in der Einladung zu der virtuellen Pressekonferenz weiter.

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Früheren Angaben Gelsingers zufolge geht es darum, in einem ersten Schritt zwei Chipfabriken in Magdeburg zu errichten, wie das "Handelsblatt" berichtet. Weil der Bau eines Halbleiterwerks in Europa 30 bis 40 Prozent teurer sei als in Asien, fordert der Firmenchef demnach hohe Zuschüsse. Etwa zehn Milliarden Euro koste ein Werk. Der Staat müsste Intel daher mit jeweils bis zu vier Milliarden Euro unterstützen.

Der US-Konzern befindet sich mitten in der aktuellen Chipkrise auf einem nie dagewesenen Expansionskurs. So zieht das Unternehmen ein riesiges Fabrikareal im US-Bundesstaat Ohio hoch, was zunächst 20 Milliarden Dollar kostet, und kauft den israelischen Chiphersteller Tower Semiconductor für 5,4 Milliarden Dollar. Ursprünglich wollte Intel die europäischen Standortentscheidungen bereits 2021 bekanntgeben, wartete dann aber auf den Startschuss für den "European Chips Act" Anfang Februar, der den Weg für milliardenschwere Subventionen aus öffentlicher und privater Hand freimachte.

Quelle: ntv.de, chf/rts

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