Wirtschaft

Datenleck in Kanada entdeckt Interna von Autoherstellern landen im Netz

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Auch Toyota soll betroffen sein.

(Foto: REUTERS)

Die großen Autokonzerne legen Wert darauf, dass ihre Geschäftsgeheimnisse auch geheim bleiben. Nun tauchen jedoch Zehntausende Dateien internationaler Autohersteller im Netz auf. Die Spuren führen nach Kanada.

Bei VW und zahlreichen anderen großen Autobauern hat es einem Zeitungsbericht zufolge ein Datenleck gegeben. Wie die "New York Times" schreibt, waren Zehntausende Dokumente mit sensiblen Daten zeitweise öffentlich im Internet zugänglich.

Darunter seien Geschäftsgeheimnisse wie Informationen zu Produktionsabläufen, Fabrikpläne, Verträge und Rechnungen, aber auch gescannte Führerscheine und Reisepässe gewesen. Außer Volkswagen sind dem Bericht zufolge auch Toyota, Ford, Fiat Chrysler, General Motors und Tesla betroffen. Insgesamt gehe es um mehr als 100 Unternehmen, die alle mit der kleinen kanadischen Firma " Level One Robotics and Controls" zu tun gehabt hätten.

Laut dem Bericht ist unklar, ob Unbefugte die Daten gesehen oder heruntergeladen haben. Inzwischen wurden die Dokumente aus dem Netz genommen. Die Automobilindustrie habe sehr komplexe Lieferketten, sagte Cybersecurity-Expertin Faye Francy, dem Blatt. Das Sicherheitsrisiko von Dritten sei in diesem Zusammenhang ein wachsendes Problem. Besonders heikel werde es bei Automobilherstellern, wenn es Hackern gelinge, die kritischen Komponenten eines Autos anzugreifen. Dies sei aber diesmal offenbar nicht der Fall gewesen.

Das gesamte zugängliche Material umfasste dem Bericht zufolge mindestens 157 Gigabyte und enthielt mehr als 47.000 Dateien. Von der kanadischen Firma hieß es, man nehme die Vorwürfe ernst und untersuche das angebliche Datenleck. Von den verschiedenen betroffenen Autoherstellern gab es bisher keine Stellungnahmen.

Quelle: ntv.de, sba