Wirtschaft

"Völlig verrückt" Investoren-Dino fürchtet Börsen-Blase

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Der US-Leitindex S&P 500 hat seit Jahrebeginn um mehr als 20 Prozent zugelegt.

(Foto: REUTERS)

Weltweit feiern die Börsen eine Party. Die Stimmung können selbst kräftige Kursrutsche nur vorübergehend trüben. Investoren-Veteran Charlie Munger hat dafür kein Verständnis.

Pandemie? Welche Pandemie? Trotz einzelner Rücksetzer kennen die Börsen seit Monaten nur eine Richtung: nach oben. Dem Investoren-Veteran Charlie Munger ist der rasante Kursanstieg jedoch nicht geheuer. Die Märkte seien extrem überbewertet, sagte der Geschäftspartner von Warren Buffet auf einer Konferenz in Sydney. Das Umfeld sei noch verrückter als beim Dotcom-Boom Ende der 90er Jahre, der in einem Knall endete.

Zur Einordnung: Der US-Standardwerte-Index S&P 500 hat seit Jahresbeginn knapp 22 Prozent zugelegt, der Technologie-Index Nasdaq 100 fast 24 Prozent.

Der 97-jährige Munger managt mit Buffett Berkshire Hathaway. Doch angesichts der hohen Aktienkurse halten sich beide mit Zukäufen an der Börse zurück. Das Investmentvehikel sitzt derzeit auf Barreserven in Höhe von rund 150 Milliarden Dollar.

Munger sieht derweil Potenzial in erneuerbaren Energien. "Ich liebe die Tatsache, dass wir zunehmend das Verbrennen von Kohle, Benzin und Diesel reduzieren", sagte er. Von Kryptowährungen wie Bitcoin hält der Investor dagegen nichts. Er wünschte, man hätte sie nicht erfunden. Es sei gut, dass China dagegen vorgehe. "Mein Land hat die falsche Entscheidung getroffen", sagte Munger und ergänzte:. "Ich will bei diesen völlig verrückten Booms einfach nicht mitmachen."

Quelle: ntv.de, jga

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