Wirtschaft

"Werden jeden Weg nutzen" Iran will trotz Sanktionen Öl exportieren

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Die größte Raffinierie des Iran in Abadan - das Zentrum der iranischen Ölindustrie.

(Foto: imago/Xinhua)

Der Iran ist auf den Export von Erdöl angewiesen. Aufgrund massiver Sanktionen der USA brechen die Exporte zuletzt ein. Doch Teheran gibt sich kämpferisch: Man wolle jede Möglichkeit zu nutzen, den Rohstoff trotzdem auf den Markt zu bringen.

Der Iran will trotz der massiven Wirtschaftssanktionen der USA jede Möglichkeit nutzen, sein Erdöl zu verkaufen. Der Ölexport sei das legitime Recht seines Landes, erklärte der iranische Ölminister Bidschan Sanganeh auf der Website seines Ministeriums. "Wir werden jeden möglichen Weg nutzen, unser Öl zu exportieren, und wir werden uns dem Druck Amerikas nicht beugen."

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Für die Islamische Republik ist Erdöl neben Industriemetallen die wichtigste Quelle für Exporterlöse und Devisen. Durch die erneut verhängten Strafmaßnahmen der USA ist der Ölexport aber um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Die US-Regierung hat andere Länder aufgefordert, kein Öl mehr im Iran zu kaufen und anderenfalls mit Sanktionen gegen sie gedroht. China ist der größte Ölkunde des Iran, wichtige Käufer sind auch Indien, Japan und Südkorea.

US-Präsident Donald Trump versucht, den Iran mit Wirtschaftssanktionen zu einem weiter reichenden Abkommen über sein Atom- und Raketenprogramm zu zwingen. Das historische internationale Atomabkommen von 2015 hatte Trump im Mai vergangenen Jahres einseitig aufgekündigt. Die anderen Unterzeichnerstaaten Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland und China halten daran fest.

Der Iran versucht, die drei EU-Unterzeichnerstaaten dazu zu bewegen, ihre Zusagen einzuhalten und seine Wirtschaft vor den US-Sanktionen zu schützen. Dazu verstößt er wie angekündigt Schritt für Schritt gegen Auflagen des Abkommens. Am Sonntag bekräftigte die iranische Atomenergiebehörde, sie werde weiterhin die Verpflichtungen aus dem Abkommen aussetzen, solange andere Parteien ihre Versprechen nicht einhielten.

Quelle: n-tv.de, kst/rts

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