Wirtschaft

Probleme im Russland-Geschäft Jenoptik vertröstet Analysten

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Optische Präzision: Jenoptik schraubt den Ausblick herunter.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Prognose ist einfach nicht mehr zu halten: Das ostdeutsche Vorzeigeunternehmen Jenoptik muss seine Erwartungen an das laufenden Geschäftsjahr an die neuen Realitäten anpassen. Bis zur Vorlage der Neunmonatszahlen bleibt nicht mehr viel Zeit.

Der Technologiekonzern Jenoptik verabschiedet sich wegen einer schwachen Nachfrage und aufgrund der Russland-Sanktionen von den bisher ausgerufenen Geschäftszielen. Unter der Voraussetzung, dass ein internationaler Großauftrag noch bis Jahresende realisiert werden könne, rechnet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge nun für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau von rund 600 Millionen Euro.

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Das Konzern-Betriebsergebnis (Ebit) werde wohl auf rund 50 Millionen Euro sinken nach 52,7 Millionen Euro im Vorjahr. Die bisherige Prognose sah für 2014 ein Umsatzwachstum von etwa fünf Prozent und ein Konzern-Ebit von ungefähr 55 Millionen Euro vor.

Aufgrund der Geschäftsflaute verlängerte das Unternehmen zudem den Zeithorizont für die Mittelfristprognose. Demnach erwartet Jenoptik nun erst ein Jahr später als geplant, also bis Ende 2018 einen Jahresumsatz von rund 800 Millionen Euro bei einer durchschnittlichen Ebit-Marge von neun bis zehn Prozent über die Zyklen hinweg zu erreichen.

Jenoptik will die Geschäftszahlen zu den ersten neun Monaten 2014 am 12. November veröffentlichen. Nach vorläufigen Berechnungen liegt der Konzernumsatz leicht unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Das Konzern-Ebit dürfte auf Vorjahresniveau verharren. Beim Auftragseingang verzeichne der Konzern im Berichtszeitraum eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Quelle: ntv.de, mmo/rts