Wirtschaft

Nachfolge von Weidmann Joachim Nagel soll neuer Bundesbankchef werden

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Nagel war bereits 17 Jahre lang bei der Bundesbank tätig.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach der überraschenden Rücktrittsankündigung des Bundesbankpräsidenten Weidmann steht nun ein Nachfolger fest: Joachim Nagel arbeitete bereits 17 Jahre für die Zentralbank, Kanzler Scholz und Finanzminister Lindner wollen den 55-Jährigen für den Spitzenposten vorschlagen.

Der Volkswirt Joachim Nagel soll Jens Weidmann an der Spitze der Bundesbank ablösen. Das teilte Bundesfinanzminister Christian Lindner mit. Er und Bundeskanzler Olaf Scholz "schlagen Joachim Nagel als neuen Präsidenten der Bundesbank vor", schrieb Lindner auf Twitter.

Nagel gelte in der FDP als "stabilitätsorientierter Sozialdemokrat", berichtete die Zeitung. Die Zustimmung gelte damit als sicher. Nagel war 17 Jahre lang bei der Bundesbank tätig, davon sechs Jahre im Vorstand. der heute 55-Jährige wechselte 2017 zur Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dann im Jahr 2020 zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ).

Weidmann geht "aus persönlichen Gründen"

Weidmann verlässt den Chefposten bei der deutschen Zentralbank vorzeitig. Er hatte im Oktober angekündigt, er gehe zum Jahresende "aus persönlichen Gründen". Weidmann hatte das Zepter bei der Bundesbank 2011 übernommen. Eigentlich wäre sein Mandat bis 2027 gelaufen.

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Mit 43 Jahren war Weidmann der bislang jüngste Chef der Deutschen Bundesbank. Er hatte das Amt 2011 von Axel A. Weber inmitten der Eurokrise übernommen. Als Bundesbankpräsident ist er Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank.

Finanzminister Olaf Scholz hatte Weidmann nach dessen Rücktrittsankündigung für ein außerordentliches Engagement in den vergangenen zehn Jahren gedankt. "Er hat nicht nur die Geldpolitik in Deutschland und Europa in dieser Zeit maßgeblich geprägt, sondern auch die Weiterentwicklung der internationalen Finanzmärkte vorangebracht", erklärte der SPD-Kanzlerkandidat und Vizekanzler. "Jens Weidmann hat sich um unser Land sehr verdient gemacht", betonte er.

Quelle: ntv.de, mbe/AFP/dpa

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